M3 Ausbau psychologischer Beratungsstellen für Asylsuchende

AntragstellerInnen: Weser-Ems

Ausbau psychologischer Beratungsstellen für Asylsuchende

Die Jusos Weser-Ems beantragen den Ausbau psychologischer Beratungsstellen für Asylsuchende

Begründung:

Seit 2014 haben rund 2 Millionen Asylsuchende den Weg nach Deutschland gefunden. Die meisten von ihnen haben auf ihrem Weg nach einem sicheren Zufluchtsort traumatische Erlebnisse erfahren. Laut einer Schätzung bräuchten etwa 30–50 % dieser Asylsuchenden therapeutische Behandlungen [1]. Unbehandelt können solche traumatischen Erlebnisse zu Depressionen, Persönlichkeitsstörungen und weiteren schwerwiegenden psychischen Erkrankungen führen. Alleine im Jahr 2017 begangen 400 Asylsuchende Selbstmord. Aktuell gibt es 2 Anlaufstellen in Niedersachsen, die diesen Leuten helfen das Erlebte zu verarbeiten. Auf ganz Deutschland gibt es hiervon 42 Einrichtungen. Leider werden andere Therapiemöglichkeiten nicht unterstützt. Deswegen fordere ich einen flächendeckenden Ausbau dieser Einrichtungen und bessere Präventionsarbeit zur psychologischen Behandlung von Geflüchtet

[1] Vgl. Spektrum (http://www.spektrum.de/news/psychologische-betreuung-von-fluechtlingen/1216331)

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Änderungsanträge zu M3

Nr Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Status
M3_Ä1 1 Bremen

Ersetze in Zeile 1 “Weser-Ems beantragen“ durch “fordern“

M3_Ä2 1 Hannover u.a.

Ersetze auf Seite 209 Zeile 1 durch: Wir beantragen den flächendeckenden Ausbau kostenfreier psychologischer Beratungsstellen für Asylsuchende

M3_Ä3 1 Baden-Württemberg

Ersetze Z.1 durch: Seit 2014 haben rund 2 Millionen Asylsuchende ihren Weg nach Deutschland gefunden. Die meisten von ihnen haben auf ihrem Weg zu einer sicheren Zuflucht traumatische Erlebnisse erfahren. Laut einer Schätzung benötigen etwa 30–50% aller Geflüchteten therapeutische Behandlung. Unbehandelt können solche traumatischen Erlebnisse zu Depressionen, Persönlichkeitsstörungen und weiteren schwerwiegenden psychischen Erkrankungen führen. Alleine im Jahr 2017 begangen 400 Asylsuchende Selbstmord.

Staatliche Einrichtungen zur Betreuung traumatisierter Geflüchteter sind nicht in ausreichender Zahl vorhanden. Daher wird diese Aufgabe von Trägern wie der AWO und der Caritas gestemmt, die dabei allerdings keine systematische Unterstützung erhalten.

Daher fordern wir Jusos, dass jede geflüchtete Person Zugang zu angemessener psychologischer Betreuung haben muss. Dies soll der deutsche Staat sicherstellen, indem er entweder staatliche Beratungsstellen ausbaut oder private und kirchliche Träger insbesondere an den Orten entsprechend unterstützt, an denen es keine staatlichen Einrichtungen gibt.