C3 Duale Berufsausbildung fit für die Zukunft machen

AntragstellerInnen: Baden-Württemberg

Duale Berufsausbildung fit für die Zukunft machen

Auch junge Menschen mit Beeinträchtigungen haben eine Chance verdient und damit ein Anrecht auf einen Anstieg in die Berufsausbildung. Für Beschäftigte gibt es in der Sozialgesetzgebung klare Regelungen, um Arbeitsplätze mit Menschen mit Beeinträchtigungen zu besetzen. Diese verpflichtenden Regelungen gelten allerdings nicht für die Berufsausbildung. Für uns ist die Berufsausbildung der Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt. Um inklusive Ansätze in der beruflichen Bildung zu verbessern, muss hierzu die gesetzliche Lage verbessert werden.  
Wir fordern deshalb:  

  • Eine Quote für Inklusionsstellen in der Berufsausbildung. Diese Quote soll sich an der für Beschäftigte orientieren. 

  • Gleichzeitig muss die Ausgleichsabgabe so erhöht werden, dass zu wenige Auszubildende mit Beeinträchtigungen mit einer erhöhten Abgabe belegt sind. Dadurch soll die Ausbildung schwerbehinderter Menschen gefördert werden. 

Nur mit diesen Forderungen kann die duale Berufsausbildung in Deutschland offen für alle sein, eine hohe Qualität sicherstellen und fit für die Zukunft gemacht werden. 

Beschluss

angenommen

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Änderungsanträge zu C3

Nr Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Status
C3_Ä6 1 Berlin

Streiche Z.1 – Z. 127

C3_Ä2 18 Hannover u.a.

Ergänze nach Z.18 „Ausbildungspersonal“: „und Berufsschulpersonal“

C3_Ä3 27 Hannover u.a.

Ergänze nach Z.27:

– Weiterqualifizierung des Berufsschulpersonals für eine zukunftsorientierte Theorievermittlung

C3_Ä7 36 Hannover u.a.

Ändere Zeile 36f. wie folgt. Es soll eineallgemeine Lernmittelfreiheit eingeführt werden. Dabei sollen die Materialien auf einem neuen Stand gehalten werden. Ebenso sollen die Lehrmittel und die benötigte Fachliteratur bereitgestellt und ebenfalls auf einem neuen Stand gehalten werden.

C3_Ä30 36 Rheinland-Pfalz

Zeile 36: ersetze “ unentgeltliche“ vor Bereitstellung und streiche „durch berufsbildende Schule“

C3_Ä4 37 Hannover u.a.

Ergänze nach “…Schule“, “welche durch eine Finanzierung von Land und Gemeinden gesichert wird.“

C3_Ä8 37 Hannover u.a.

Ergänze hinter Zeile 37 einen weiteren Punkt: Die Bereitstellung von benötigten Maschinen und Geräten für die Berufsbildenden Schulen auf einem neuen Stand ist zu gewährleisten.

C3_Ä9 37 Hannover u.a.

Ergänze hinter Zeile 37 einen weiteren Punkt: „Die Übernahme der Spritkosten für Wegezeiten zwischen Arbeitsplatz und Schule.“

C3_Ä22 37 Hamburg

Zeile 37, ergänze: Dabei soll besonders darauf geachtet werden, dass Ausbildungsmaterialien regelmäßig aktualisiert und überholt werden.

C3_Ä10 46 Hannover u.a.

Ergänze in Zeile 46 hinter „Wegezeiten“ folgendes: „zwischen Schule und Arbeitsplatz“

C3_Ä23 63 Hamburg

Ergaenze in Zeile 63: “Hierbei ist darauf zu achten, dass die Ausbildungsnachweise nicht künstlich aufgebläht werden, sondern sich auf einen geringen Mindestumfang reduzieren, der für die Zweckmäßigkeit erforderlich ist.“

C3_Ä12 82 Hannover u.a.

Ersetze in Zeile 82 „Besserstellung“ durch „Gleichstellung“.

C3_Ä26 88 Hamburg

Ergänze in Zeile 88:

Zudem fordern wir für die Übergangsphase die Vergütung von Schulischen Ausbildungen wie Beispielsweise die zur* zum Physiotherapeut*in, Ergotherapeut*in, Logotherapeut*in und Erzieher*in.

C3_Ä11 90 Hannover u.a.

Ergänze hinter Zeile 90 einen weiteren Punkt: Die Gesundheits- und Pflegeberufe angemessen zu Vergüten.

C3_Ä14 90 Hannover u.a.

Füge nach Zeile 90 „Eine angemessene, allgemeingültige Vergütung für diese Ausbildungsberufe, sofern vorhanden nach Tarifstandards“ als neuen Unterpunkt ein.

C3_Ä13 98 Hannover u.a.

Ergänze in Zeile 98f. einen neuen Punkt: Die Einführung und Festlegung einer allgemeinen Qualitätssicherung der Ausbildung im Ausbildungsrahmenplan. Diese soll so gestaltet sein, dass in der Ausbildung allgemeine Tätigkeiten des Berufes erlernt werden. Eine Spezialisierung auf die Spezifika des jeweiligen Ausbildungsbetriebes kann dabei nur ergänzend zu den allgemeinen Tätigkeiten erfolgen.

C3_Ä31 102 Rheinland-Pfalz

Ersetze Z. 102-106 durch: „Die Kultusministerkonferenz muss sich auf Grundsätze einigen, die insbesondere die Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis in dualen Studiengängen in den Vordergrund stellen. Dabei sollen sich die Länder in den Studiengängen auf ein Grundstudium einigen, damit eine gemeinsame Basis bei den Studierenden des gleichen Studiengangs geschaffen wird. Nach Vollendung des Grundstudiums soll die Freiheit der Lehre uneingeschränkt gelten. Wir begrüßen, dass Lehrende verschiedene Schwerpunkte setzen können – auch nach ihren eigenen Forschungsschwerpunkten.“

C3_Ä24 112 Hamburg

Ergänze in Zeile 112: Zusätzlich soll die Berufsorientierung gestärkt werden.

C3_Ä25 121 Hamburg

Streiche in Zeile 121 “Gymnasien“ und ersetze durch “allen Schulen“

C3_Ä5 122 Hannover u.a.

Ergänze zwischen“ Ausbildungsinformationstag“ und “geben“ “an allen möglichen Schulformen.“

C3_Ä28 123 Rheinland-Pfalz

Ersetze in Zeile 123 „uns“ durch „und“

C3_Ä27 126 Rheinland-Pfalz

Zeile 126 Streichung von „mit besonders vielen Studienabbrecher*innen“ und ergänze „und durch Fachschulen“

C3_Ä20 128 Sachsen
Ersetze in Z. 128 und Z. 130 “Menschen mit Beeinträchtigungen“ durch:
“Menschen mit Behinderungserfahrungen“
Die Begrifflichkeit "Menschen mit Beeinträchtigungen" ist diskriminierend, da dieser einen beeinträchtigten Menschen meint. Dabei wird eine Defizitorientierung angewandt, die sich mit den vermeintlich negativen Aspekten des jeweiligen Menschen beschäftigt. Dies ist aber lediglich eine Zuschreibung von Außenstehenden.
Der Terminus "Menschen mit Behinderungserfahrung" erfasst die allgemeinen Umstände des/der Betroffenen*. Es kann dem mehrdimensionalen Verständnis von Behinderung gerecht werden. Ebenso kann der subjektive Erfahrung die Relativität des Begriffs verdeutlichrn und legt diese somit nicht als festgeschriebenes Faktum fest.
Literatur:
Schuppener, Saskia (2007): Geistig- und Schwermehrfachbehinderung.
Wacker, Elisabeth (2003): Perspektivwechsel.
C3_Ä21 138 Sachsen
Ersetze in Z. 138-139 “schwerbehinderter Mensch“ durch:
“Menschen mit Behinderungserfahrungen“
Der Terminus schwerbehinderter Mensch ist ein juristischer Begriff und entspricht nicht dem Anspruch der diskriminierungsfreien Sprache der Jusos. Dieser kann in Gesetzestexten zur eindeutigen Definition einer Personengruppe verwendet werden. Im Kontext mit inklusiven Ansätzen sollte jedoch auf diesen Rechtbegriff verzichtet werden. 
Der Terminus "Menschen mit Behinderungserfahrung" erfasst die allgemeinen Umstände des/der Betroffenen*. Es kann dem mehrdimensionalen Verständnis von Behinderung gerecht werden. Ebenso kann der subjektive Erfahrung die Relativität des Begriffs verdeutlichen und legt diese somit nicht als festgeschriebenes Faktum fest.
Literatur:
Schuppener, Saskia (2007): Geistig- und Schwermehrfachbehinderung.
Wacker, Elisabeth (2003): Perspektivwechsel.