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S3 Kennzeichnung tierischer Bestandteile in Lebensmitteln!

AntragstellerInnen: Weser-Ems

Kennzeichnung tierischer Bestandteile in Lebensmitteln!

Für eine bewusste Ernährung ist Transparenz unabdingbar, daher fordern wir:

  • Zutaten und Verarbeitungshilfsstoffe tierischen Ursprungs müssen deutlich gekennzeichnet werden und für Verbraucher*innen klar erkennbar sein. Dies umfasst auch Farbstoffe, Aromen, technische Hilfsstoffe und andere Zusatzstoffe, die tierische Bestandteile enthalten.
  • Die häufig verwendeten Begriffe „vegan“ und „vegetarisch“ benötigen eine rechtliche Definition, um Missbrauch zu verhindern. Diese Definition muss deutlich den Sinn der Begriffe wiedergeben.
Begründung:

Die Zutatenlisten mancher Produkte sind für viele Verbraucher*innen nur schwer zu deuten. Lebensmittel enthalten dabei teilweise lange Listen an Zusatzstoffen oder unverständliche E‑Nummern oder auch undefinierte Aromen. Gesetzeslücken helfen den Hersteller*innen dabei zusätzlich, bestimmte Bestandteile nicht ausweisen zu müssen. Hierzu zählen insbesondere Hilfsstoffe, die bei der Produktion des Lebensmittels eingesetzt werden, aber im Endprodukt nicht enthalten sind, wie z.B. Gelatine in Säften oder Hausenblasen bei Weinen, die zur Klärung der Produkte dienen. Es sind aber auch andere Stoffe nicht kennzeichnungspflichtig, obwohl diese im Endprodukt enthalten sind, wie z.B. Schweineborsten in Mehl oder tierische Aromen, die lediglich als Aroma deklariert sind.

Für einen immer größer werdenden Anteil der Verbraucher*innen stellt diese Praxis ein Problem dar. Da sich zunehmend mehr Menschen dazu entscheiden, den Anteil tierischer Produkte an ihrer Nahrung zu reduzieren oder sie ganz vom Teller zu streichen, werden eine Vielzahl von Verbraucher*innen vor zusätzliche Herausforderungen beim Einkaufen gestellt, da diese sich anderweitig über die Produkte in ihrem Einkaufskorb informieren müssen. Die mangelnde Kennzeichnung tierischer Bestandteile und Hilfsstoffe in Lebensmitteln stellt aber nicht nur Veganer*innen, Vegetarier*innen und Flexitarier*innen vor Probleme, sondern auch die Menschen, die aus religiösen Gründen gewisse tierische Produkte nicht konsumieren.

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