U15 Pflanzliche Ernährung unterstützen

AntragstellerInnen: Hessen-Nord

Pflanzliche Ernährung unterstützen

Der Bundeskongress möge beschließen:

Viele Bürger*innen konsumieren weniger Fleisch, essen fast vegetarisch (flexitarisch), vegetarisch (kein Fleisch+Fisch) oder vegan (rein pflanzlich). Auch sie dürfen von der SPD eine gute Ernährungspolitik erwarten!

Die SPD bezeichnet das gegenwärtige Produktions- und Konsumniveau tierischer Produkte unter Klimagesichtspunkten als zu hoch (Antwort SPD auf VEBU-Wahlprüfsteine Bundestagswahl 2017). Diese Einschätzung deckt sich mit dem Klimaschutzgutachten der Bundesregierung. In diesem wird für das Referenzjahr 2006 bei einer Ernährung gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eine Einsparung an CO2-Äquivalenten von 9%, bei vegetarischer Ernährung von 20% und bei einer veganen Ernährung sogar von 38% angegeben! Nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, welche sich ausschließlich auf Gesundheitsaspekte bezieht, sollten es nicht mehr als 300-600g Fleisch in der Woche sein. Zudem ist ein geringerer Konsum von Tieren der stärkste Schutz dieser.

Weil die SPD für alle Menschen da sein will und diese Ernährungsumstellungen gesellschaftlichen Nutzen stiften, werden sie von der SPD unterstützt. Aus diesen Gründen war es richtig, aber nicht ausreichend, die gesetzlich verbindliche Kennzeichnung von vegetarischen und veganen Angeboten in das Regierungsprogramm 2017 aufzunehmen.

Wir wollen daher:

Rein pflanzliche Angebote in öffentlichen Kantinen schaffen

Seit März 2017 sind in Portugal alle öffentlichen Kantinen gesetzlich dazu verpflichtet, auch vegane Speisen anzubieten. Diese von immer mehr Verbrauchern gewünschte Menü-Option erlaubt es Anhängern einer Vielzahl von unterschiedlichen Ernährungsweisen, das Kantinenangebot öffentlicher Einrichtungen wahrzunehmen. Gleichzeitig können durch die verbesserte Verfügbarkeit Anreize geschaffen werden, sich gelegentlich oder regelmäßig für pflanzliche Menüs zu entscheiden, was unter anderem auch aus gesundheitlichen Gründen angezeigt ist.

Die Schulverpflegung qualitativ verbessern

Unsere Schulkantinen sollen die DGE-Empfehlungen nicht nur kennen, sondern sie auch einhalten. Zudem sollen jeden Tag rein pflanzliche Angebote geschaffen werden, wie es bei den Studierendenwerken schon lange der Fall ist.

Wissen mehren – Forschung ausbauen

Das Wissen um die Vorteile und Risiken einer pflanzlichen Ernährung wächst stetig und erst vor kurzem musste die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ihre Einschätzung der veganen Ernährung deutlich korrigieren. Allerdings gibt es weiterhin erheblichen Forschungsbedarf. Aufgrund des hohen gesellschaftlichen Nutzens für Umwelt-, Klima- und Tiere wollen wir diese Aufgabe wahrnehmen.

Nachhaltige Parteiveranstaltungen

Bei unseren Veranstaltungen wollen wir möglichst wenig Papier verbrauchen, die Genossinnen und Genossen auffordern, umweltfreundlich anzureisen sowie bei Veranstaltungen mit Verpflegung vegetarische und vegane Essensangebote sicherstellen.

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Änderungsanträge zu U15

Nr Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Status
U15_Ä3 1 Nordrhein-Westfalen

Streiche Z. 1

U15_Ä10 1 Berlin

Z. 1-4: streiche ab “Der Bundeskongress“ bis “erwarten!“

Klimaschutz ist für alle Menschen da und Ernährungspolitik erscheint als einzelner Politikbereich sehr klein, obwohl er ja wichtiger Bestandteil z.B. von Klima- und Gesundheitspolitik ist. Die Zeilen 1-4 lassen den Antrag irrelevant wirken, was er auf keinen Fall ist!
U15_Ä4 3 Nordrhein-Westfalen

Ersetze ab Z. 3 „Auch“ bis Z. 14 „unterstützt“ durch

„Das gegenwärtige Produktions- und Konsumniveau tierischer Produkte kann unter Klimagesichtspunkten als zu hoch bezeichnet werden. Diese Einschätzung deckt sich mit dem Klimaschutzgutachten der Bundesregierung und bezieht sich darauf, dass ein geringerer Konsum von Fleisch die CO2-Emissionen senken kann. Wichtig ist auch die medizinische Betrachtung, da ein zu hoher Fleischkonsum von vielen Expert*innen als gesundheitsschädlich eingestuft wird. Aus diesen Gründen war es richtig, aber nicht ausreichend, die gesetzlich verbindliche Kennzeichnung von vegetarischen und veganen Angeboten in das Regierungsprogramm 2017 aufzunehmen.“

U15_Ä12 11 Hannover u.a.

Streiche von Z.11 „Zudem“ bis Z.12 „dieser“

U15_Ä17 11 Hannover u.a.

Streiche von Z.11 „Zudem“ bis Z.12 „dieser“

U15_Ä13 18 Hannover u.a.

Ergänze in Z.18 vor „rein“: „Zusätzliche“

U15_Ä14 18 Bremen

Füge ein in Zeile 18 nach “rein pflanzliche“ “vollwertige Mahlzeit-“

U15_Ä18 18 Hannover u.a.

Ergänze in Z.18 vor „rein“: „Zusätzliche“

U15_Ä1 20 Bayern

Ersetze Zeile 20 Verbraucher durch Verbraucher*innen

U15_Ä2 20 Bayern

Zeile 20 ersetze Anhängern durch Anhänger*innen

U15_Ä19 24 Hamburg

Z. 24 „Die vegane Option muss zu einem ähnlichen Preis angeboten werden, wie die vegetarischen und fleischhaltigen Gerichte.“ hinzufügen

U15_Ä5 26 Nordrhein-Westfalen

Ersetze in Z. 26 „DEG-Empfehlungen“ durch „Empfehlungen für ausgewogene Ernährung“

U15_Ä6 30 Nordrhein-Westfalen

Streiche Z. 30f „und […] korrigieren.“

U15_Ä7 32 Nordrhein-Westfalen

Ersetze Z. 32f „Aufgrund […] wahrnehmen.“ durch „Die Forschung muss ausgebaut werden.“

U15_Ä15 33 Bremen

Ersetze in Zeile 33 “wollen wir diese Aufgabe wahrnehmen“ durch “muss dieser Aufgabe höhere Priorität zukommen“

U15_Ä16 34 Bremen

Streiche Zeilen 34 bis 37

U15_Ä8 35 Nordrhein-Westfalen

Ersetze Z. 35-37 durch „Bei Parteiveranstaltungen, welche Essensangebote haben, sind vegetarische und vegane Optionen sicherzustellen.“

U15_Ä9 35 Thüringen

Ersetze Z.35 – Z.37 durch
„Die Partei hinkt auf der einen Seite dem eigenen Anspruch hinterher, eine verträglichere Umweltpolitik zu machen, schafft es aber gleichermaßen häufig nicht, jedem Mitglied die Möglichkeit einer Ernährung nach eigenen Anforderungen zu geben. Wir fordern die SPD daher auf, bei Veranstaltungen jeglicher Art, mindestens ein rein pflanzliches Essensangebot zur Verfügung zu stellen.“

U15_Ä11 35 Berlin

Z. 35-37: ersetze den Absatz durch “Als Partei wollen wir Nachhaltigkeit leben und üben auch eine Vorbildfunktion unserer politischen Grundsätze aus. Auf unseren Veranstaltungen wollen wir daher digitale Tools ausbauen und so den Papierverbrauch auf ein Minimum reduzieren.

Die Bezuschussung der An- und Abreise für Parteimitglieder und Gäste soll ebenfalls umweltpolitische Aspekte umfassen und daher auf den Verkehrsmittel wie Bahn und Bus beschränken. Inlandsflüge haben eine verheerende Klimabilanz und werden daher künftig nur in begründeten Ausnahmefällen bezuschusst.

Ferner muss die Verpflegung bei Parteiveranstaltungen künftig ausschließlich vegetarisch und vegan sein. Bei der Auswahl der Lebensmittel bzw. der Catering-Firma ist auf ökologische, regionale und Fairtrade-Produkte zu achten. Hiebei geht es nicht um eine Bevormundung, sondern um das Einhalten nachhaltiger Kriterien und die Reduzierung des CO2-Verbrauchs.“

U15_Ä20 35 Hamburg

Z. 35 hinter “Papier“ einfügen „und wenn dann Recyclingpapier“

U15_Ä21 37 Hamburg

Z. 37 erweitern durch „Außerdem soll auf die Qualität und die Herkunft des Fleisches geachtet werden.“