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Z4 Solidarität mit den Siemens-Beschäftigten!

AntragstellerInnen: Thüringen, Bundesvorstand, NRW, Sachsen, Bayern, Berlin, Hessen-Süd

Solidarität mit den Siemens-Beschäftigten!

Die reine Profitgier von Unternehmen erreicht neue Dimensionen. Die Schließung der Unternehmensstandorte von Siemens deutschland- und europaweit und der massive Stellenabbau trifft die Beschäftigten, deren Familien und ganze Regionen zutiefst. Trotz Milliardengewinne des Konzerns sollen ca. 6900 Stellen abgebaut werden. Alleine davon in Deutschland ca. 3300. Aber nicht nur ganze Standorte in Deutschland sollen geschlossen werden: Siemens plant europaweite Schließungen. Der Stellenabbau wird von der Unternehmensführung als alternativlos dargestellt, anstatt, wie von den Betriebsräten gefordert, gemeinsam mit den Betriebsräten und den Gewerkschaften an langfristigen Alternativen und innovativen Standortkonzepten arbeitet.
Die Art und Wiese der Informationspolitik ist für uns nicht akzeptabel. Dass die Beschäftigten über die Medien über die Entscheidungen der Unternehmensführung erfahren haben, ist verantwortungslos. Der Plan der Unternehmensführung, das Radolfzell-II-Abkommens aufzukündigen, würde zu unter anderem betriebsbedingten Kündigungen führen sowie die dadurch errungene Informationspflicht der Standortleitung gegenüber den Betriebsräten beschnitten. Ein derartiges Handeln lehnen wir auf das Schärfste ab.
Wir fordern:

  • Dass es nicht zu Schließungen oder den Verkauf von Standorten kommt.

  • Dass die Bundesregierung sowie Landesregierungen sich klar auf die Seite der Beschäftigten stellen.

  • Dass Politik, Gewerkschaften und ArbeiterInnen sich gemeinsam solidarisieren und den Kampf gegen die Politik der Profitmaximierung auf Kosten der Menschen führen.


Dass Großkonzerne bei einem wirtschaftlichen Aufschwung reihenweise Betriebe schließen, auslagern oder verkaufen wollen, ist Ausdruck eines wirtschaftlichen Systems, in dem private UnternehmerInnen sich um reine Profitmaximierung scheren, die Gewinne privatisieren und Risiken und etwaige Verluste der Allgemeinheit aufbürden.

Beschluss

angenommen

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