B6_Ä14

Nach Z. 212:  Füge ein:

„Es muss betriebliche Schulungen geben, in denen die Beschäftigten in der Analyse von Teamprozessen, in Teampsychologie, in der Theorie der indirekten Steuerung usw. geschult werden, um ein Bewusstsein von den Prozessen zu gewinnen, die sich in den Unternehmen abspielen. Bildungsseminare, wie sie die Initiative „Meine Zeit ist mein Leben“ anbietet, bieten hierfür einen Anknüpfungspunkt.

Zu demselben Zweck muss in den Unternehmen ein Freiraum für die Beschäftigten geschaffen werden, in denen sie über die soziale und ökologische Dimension ihrer Arbeit diskutieren können. Die Beschäftigten lernen so die Allseitigkeit ihrer produktiven Kraft begreifen.

Ebenso muss den Beschäftigten Freiraum geschaffen werden, um sich über die Differenz zwischen der arbeitsvertraglich vereinbarten und der tatsächlich von ihnen geleisteten Arbeitszeit auszutauschen. Die Ergebnisse dieser Diskussion und Reflexion der Beschäftigten untereinander können vom Betriebsrat schließlich in die Verhandlungen mit den Unternehmen eingebracht werden.

Unter der indirekten Steuerung werden Beschäftigte gegeneinander ausgespielt. Das betrifft sowohl Beschäftigte unterschiedlichen Geschlechts oder unterschiedlicher Standorte. Das betrifft aber auch Beschäftigte unterschiedlicher Generationen. Die älteren Beschäftigten weigern sich häufig, sich von Jüngeren „Anweisungen“ geben zu lassen, oder von ihnen zu lernen. Sie haben oft das Gefühl, dass die Jüngeren sie aus ihren Berufen verdrängen. Dieser Entsolidarisierung der Beschäftigten untereinander müssen wir entschieden entgegentreten Wir als Beschäftigte müssen unsere Interessen gemeinsam und solidarisch vertreten.“

Begründung:

Zum Teil Anpassung an bisherige Beschlusslage; im Übrigen ggf. mündlich.