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Füge als neuen Absatz. nach Z. 122 ein: “Nicht ohne Grund sind “Volks“-Entscheide, vor allem auf Bundesebene, beliebte Forderung von Rechtspopulist*innen, egal ob vonseiten der AfD, FPÖ, SVP oder dem querfrontlerischen M5S. In der Vorstellung der Rechtspopulist*innen gibt es einen einheitlichen „Volkswillen“, der durch den “Volks“-Entscheid zum Ausdruck gebracht würde. Das „Volk“ definieren die Rechtspopulist*innen in ihrer rassistischen Ideologie ethnisch. Die Forderung nach “Volks“-Entscheiden entspricht dem scheinlegitimatorischen Anpruch der Populist*innen, für das „wahre“, ganze „Volk“ zu sprechen. Nicht zuletzt haben Rechtspopulist*innen immer wieder bei “Volks“-Entscheiden Erfolg, wenn sie gegen Minderheiten kämpfen, wie etwa die Abstimmung um das Minarettverbot in der Schweiz zeigt. Dies veranlasst uns, Forderungen nach “Volks“-Entscheiden noch kritischer unter die Lupe zu nehmen.“