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Füge ein  vor „Die Schaffung“ : „In vielen Ballungsgebieten steigen die Mieten und Grundstückspreise derzeit so rasant an, dass Menschen mit keinem, niedrigem und mittlerem Einkommen zunehmend aus den Städten verdrängt werden. Der Wohnungsmangel ist längst ein ganzstädtisches Problem. Viele Menschen spüren den Druck, dass auch sie in absehbarer Zeit ihr Zuhause und damit ihr gewohntes Umfeld verlassen müssen. Die Wohnungskrise trifft mittlerweile auch Menschen mit mittlerem Einkommen. Bezahlbarer Wohnraum wird immer mehr schwieriger zu gewährleisten. Die unternommenen Maßnahmen vieler Kommunen reichen nicht aus, um explodierende Mieten und Bodenpreise zu einzudämmen. Hohe Renditeerwartungen bestimmter Wohnungsunternehmen treiben die Mietpreise immer weiter nach oben. Dies führt nicht nur zunehmend zu sozialer Unsicherheit. Ganze Stadtquartiere verlieren nach und nach ihre soziale Durchmischung und werden gesellschaftlich gespaltet – nur noch wer sich die horrenden Mieten leisten kann, ist der Teil dieser Stadtteile. Einerseits werden Menschen aus den Stadtteilen, in denen sie große Teile ihres Lebens verbracht haben, verdrängt, andererseits findet aufgrund der hohen Mietpreise eine sozioökonomische Vorauswahl derer statt, die gerne in diese Stadtteile ziehen möchten. So kommt es zu einer Konzentration von oberen Einkommensschichten auf Kosten der Bewegungsfreiheit und Mobilität unterer und mittlerer Einkommensgruppen.“