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Ergänze hinter Zeile 1677:

Perspektive Ostdeutschland stärkenWir Jusos wollen eine starke, linke Bewegung in unserer Generation auch mit einer jungen, ostdeutschen Perspektive stärken – für ein besseres Verständnis in der gesamtgesellschaftlichen Debatte.

Dabei überlassen wir die Deutungshoheit über ostdeutsche Geschichte und das Bild der Ostdeutschen nicht den Neoliberalen und Faschist*innen. Gleichzeitig gilt es, die Vorstellung von Ostdeutschland und von Ostdeutschen aufzubrechen: Junge Menschen wollen ihre Zukunft mitbestimmen und mitgestalten – das darf nicht durch eine Eigenwahrnehmung als Bürger*innen zweiter Klasse konterkariert werden.

Wir setzen uns für die umfassende Aufarbeitung der DDR-, Wende- und Nachwendezeit ein. Die 90er-Jahre waren eine enorme Umbruchszeit für Ostdeutschland. Der Transformationsprozess nach 1989 ist kritisch zu reflektieren, denn seine Folgen müssen wir weiterhin bewältigen. Den großen Brüchen in den Lebensläufen begegnen wir, der andauernden, selbst reproduzierten Unterrepräsentation in wichtigen Bereichen und dem Rückgang gesellschaftlicher Institutionen wirken wir entgegen. Wir wollen keinen ungehemmten Kapitalismus, sondern die Systemfrage stellen und stehen für einen demokratischen Sozialismus, der aus der Gesellschaft heraus entsteht.“