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Füge ein in Zeile 80: Prävention und Teilhabe Ein wichtiger Teil der Lösung ist eine gute Präventionspolitik im Bund, im Land und vor Ort. Wenn sich die Pflegefallwahrscheinlichkeit mit steigender Lebenserwartung auch nach hinten verschiebt, könnte laut einer Studie des Statischen Bundesamtes und des Bundesinstitutes für Berufsbildung der Bedarf an Pflegevollkräften im Jahr 2025 auf 140.000 statt 200.000 Pflegekräfte ansteigen.Im Klartext bedeutet dies, dass eine bessere gesundheitliche Verfassung der Bevölkerung durch präventive Maßnahmen dazu führt, dass die Menschen zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt auf eine professionelle Pflege angewiesen sind. Dass dies kein Selbstläufer ist, zeigt ein Blick in die Pflegestatistik von 2011. In dieser zeigt sich, dass bereits ab dem sechzigsten Lebensjahr eine kontinuierliche Steigerung der Pflegebedürftigkeit zu verzeichnen ist. Zwischen dem 85 und 89 Lebensjahr liegt die Pflegebedürftigkeit bei Frauen bereits bei 41,9 Prozent und bei Männern bei 28,6 Prozent. Geht man davon aus, dass unsere Gesellschaft immer älter wird und keine umfang reichen altersgerechten Präventionsmaßnahmen initiiert werden, verschlimmert sich die Personalsituation in der Pflege noch wesentlich gravierender. Dass Menschen früh in ihrem Leben auf die Pflege anderer angewiesen sind, ist zum Teil auch auf die soziale Benachteiligung im Laufe eines Lebens zurückzuführen. Daher ist die Bekämpfung von Armut, Bildungsferne und den daraus resultierenden Beschränkungen der gesellschaftlichen Teilhabe eine wichtige Aufgabe der Gesundheitsförderung und Prävention, auch für ältere Menschen. Es geht um eine Politik der Lebensphasen für alle Generationen. Dabei werden die Kommunen in der Entwicklung und Durchführung nationaler Präventionsprogramme als Orte des Gesundheitshandelns eine größere Rolle spielen. Gute Ansätze in der Präventionspolitik gibt es auf allen Ebenen, egal ob auf Bundesebene mit dem Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention (Präventionsgesetz – PrävG) von 2015 oder auf Landeseben mit dem Projekt „mobisaar“, das in Projekten vor Ort in den Kommunen integriert werden kann. Allerdings gibt es noch Nachholbedarf bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der verschiedenen Programme und Gesetze.