U1.1_Ä71

Status:
mit Änderungen angenommen

Füge ein nach Zeile 578: Der Klimawandel wird im 21. Jahrhundert zu der Bedrohung für Frieden in der Welt werden. Internationale Sicherheitspolitik muss bereits jetzt präventive Konzepte entwickeln, damit Kriege nicht auch zu einer der Folgen des Klimawandels werden.

Klimakriegen muss die internationale Gemeinschaft einen Riegel vorschieben bevor sie entstehen.

 

Mit Sorge beobachten wir die Entwicklungen in der Arktis und im Nordpolarmeer, wo sich Russland und die USA gegenüberstehen und um durch das schmelzende Packeis freigelegte Handelsrouten und Ressourcen wetteifern. Wir lehnen eine Militarisierung der Arktis strikt ab und fordern wo immer möglich kooperative Lösungen, die allen Arktisanrainern zugutekommen. Wir fordern, dass die Bundesrepublik mit ihren europäischen Partnern ihren Einfluss im Arktischen Rat nutzt, um diesen Konfliktherd in den Blick zu nehmen bevor er eskaliert.

 

Aber auch andernorts kann der Klimawandel Konflikte verursachen oder anheizen, gerade durch entstehende Ressourcenknappheit, wie beispielsweise Wasser. Wir fordern eine europäische strategische Klimadiplomatie, die in solchen Fällen präventiv auftritt und Kooperationsmodelle fördert.

 

Dort, wo der Klimawandel den Lebensraum von Mensch und Tier vernichtet, beispielsweise durch Inselsterben oder Desertifikation, wird es zu Klimaflucht und -migration kommen. Diese Menschen werden bislang kaum wahrgenommen und genießen nur einen schwachen völkerrechtlichen Schutz, da sie nicht unter die Genfer Flüchtlingskonvention fallen. Wir fordern ein globales Klimafluchtabkommen, das Menschen, die vor dem Klimawandel fliehen einen klaren rechtlichen Status gibt sowie ihre soziale Situation regelt, wenn eine Rückkehr in ihre Heimat nicht möglich ist.