G14_Ä12

Status:
(noch) nicht behandelt

Ersetze Z. 66-67 durch: „Diese Entwicklung führte jedoch nicht dazu, dass sich die bestehenden gesellschaftlichen Vorstellungen über Frauen, die für Carearbeit zuständig seien, auflöst. Frauen finden sich heutzutage in der belastenden Situation wieder, dass das Alleinernährermodell als einzige Quelle des Familieneinkommens meist nicht mehr aussreicht und sie deshalb arbeiten müssen und gleichzeitig als die Verantwortliche für Haus- und Erziehungsarbeit gelten. Kürzungen und Neoliberalisierungen des Sozialstaats während der 90er Jahre befeuerten diese Entwicklung. Und auch hier zeigt sich wieder einmal, dass bereits marginalisierte Gruppen am wenigsten profitierten. Familien, die finanziell gut dastehen leisten sich ihre anfallende Care Arbeit auszulagern: Sie beschäftigen (zumeist weibliche) schlecht bezahlte Pfleger*innen und Putzkräfte aus osteuropäischen Ländern, die wiederum in ihren Herkunftsländern zur Bewältigung der anstehenden Arbeit fehlen (Care drain).“