B5_Ä27

Ersetze ab „können“: „Die Jobs sind vor allem in Bereichen zu schaffen, in denen der private Sektor es seit Jahren verfehlt, ausreichend und gute Angebote zu schaffen. Gleichzeitig haben die Probleme bei der Bewältigung der Zuzüge von Geflüchteten gezeigt, dass der Staat zentrale Aufgaben der Daseinsvorsorge Ehrenamtlichen überlässt. Diese verdienen für ihren Einsatz für diese Gesellschaft Respekt und Wertschätzung. Dennoch übernehmen sie bisweilen Aufgaben, die von derartiger Relevanz für den Staat und die Gemeinschaft sind, dass sie reguläre Erwerbsarbeit sein sollten. Durch öffentlich geförderte Beschäftigung können Arbeitsstellen geschaffen werden wie beispielweise unterstützende Tätigkeiten im Umweltmanagement, im sozialen Sektor, bei Bautätigkeiten oder in anderen kommunalen Bereichen. Es muss sichergestellt werden, dass die Arbeitssuchenden über passende – z.B. persönliche oder soziale – Kompetenzen verfügen und dort Bedarf an einer solchen Tätigkeit besteht, sodass ein angemessener Umfang an Arbeitsbelastung nicht überschritten wird. Die JG soll es aber auch ermöglichen, dass qualifizierte Arbeitskräfte in ihren jeweiligen Branchen beschäftigt werden. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Jobgarantie als freiwilliges Angebot gesehen wird und Arbeitssuchende im Rahmen ihrer Qualifizierungen, Fähigkeiten und Wünsche beschäftigt werden. Auch kann sie dafür genutzt werden, den Fachkräftemangel in der öffentlichen Daseinsvorsorge zu bekämpfen, in dem Arbeitssuchende in ihren jeweiligen Tätigkeiten (weiter-) qualifiziert werden. Diese sollen auf einer Positivliste festgeschrieben werden, die bei Bedarf erweitert werden kann. Es muss allerdings vermieden werden, reguläre Beschäftigung durch die Jobgarantie zu verdrängen. Es muss gründlich geprüft werden, welche Tätigkeiten öffentlich gefördert werden. Die Jobs, die durch die Jobgarantie geschaffen werden, sollen im besten Fall auch einen sinnstiftenden Mehrwert für die Arbeitskräfte haben. Wir erkennen aber an, dass nicht für alle Menschen ihre Arbeit ein Teil ihrer Identität ist, sondern Lohnarbeit lediglich auch eine Notwendigkeit zur Lebenserhaltung sein kann. Beide Szenarien sollten bei der JG berücksichtigt werden.“