B4_Ä1

Status:
(noch) nicht behandelt
Füge ein: „Eine europäische Lösung für ein europäisches Problem. In kaum einem Politikfeld vollzogen die europäischen Länder in den vergangenen fünfzig Jahren derart starke Kurswechsel. Beispiel Schweden: Bestrafte der skandinavische Staat noch bis in die 1960er Prostituierte, so entkriminalisierte er Sexarbeit im darauffolgenden Jahrzehnt – allerdings ohne Möglichkeiten zur sozialen Absicherung zu gewähren. Ende der 1990er folgte die erneute Kriminalisierung. Wir fordern eine europäisches Prostituiertenschutzgesetz, das gleiche Regeln und Rechte in der Union festlegt, welches in Zusammenarbeit mit Interessenverbänden von Prostituierten konzipiert werden soll. Außerdem soll ein europäischer Fonds eingerichtet werden, welcher Gesundheitsprävention, Sicherheit und Ausstiegsprogramme fördert. Unterschiedliche Prostituiertengesetze führen nur zu einer Verlagerung des Problems und somit entsteht der “Sextourismus” über die Grenzen hinweg. Alle europäischen Länder müssen Verantwortung tragen und sich um den Schutz und die Sicherheit ihrer Bürger*Innen kümmern, ihnen gleichzeitig eine liberale Arbeits- und Lebensgestaltung ermöglichen. Es braucht ein entschiedenes, europäisches Vorgehen gegen Menschenhandel. Hierfür muss die EU-Richtlinie  zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer vom 5. April 2011 konsequent umgesetzt werden.“