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Status:
(noch) nicht behandelt
Füge ein: „Sex endlich entstigmatisieren – ein offener Gesellschaftswandel

Wenn wir über das Thema Prostitution sprechen, müssen wir unsere allgemeine Sichtweise auf Sexualität und Frauen betrachten. Jede Frau darf anziehen, was sie möchte, den Beruf ausüben den sie möchte, und ihre Sexualität so ausleben, wie sie möchte. Wenn eine Frau eine Dienstleistung anbietet, um sich wirtschaftlich zu bereichern, so ist das ein Ausdruck feministischer Selbstbestimmung und ein Zeichen für einen progressiven Gesellschaftswandel. Damit Sexarbeiter*Innen nicht mehr als Außenstehende der Gesellschaft betrachtet werden, müssen wir Feminismus auf allen Ebenen umsetzen, Feminismus muss einen Platz im Lehrplan haben, um in Zukunft Gleichberechtigung zu sichern. Außerdem muss die Hemmschwelle, sexuellen Missbrauch anzuzeigen, sinken. Dafür braucht es einen Wandel im Justizsystem, aber auch in unseren Köpfen; Victim Shaming muss der Vergangenheit angehören. Hierzu ist es wichtig, dass die Strafen für Vergewaltiger*Innen härter werden, gleichzeitig muss aber auch die Hemmschwelle sinken, Misshandlungen anzuzeigen, indem das Kontingent an psychosozialer Betreuung in Krankenhäusern und bei der Polizei ausgebaut wird und die Behandlung und das Vernehmen von Opfern sensibilisiert wird. Wir sind überzeugt: In einer feministischen Gesellschaft hat der Staat niemandem vor zu schreiben, wie  man seinen Körper nutzt oder sein Leben gestaltet.“