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Dieser Einfluss der öffentlichen Hand darf aber keinesfalls dazu führen, dass er alleine unter dem Gesichtspunkt marktwirtschaftlicher Erwägungen stattzufinden hat. Gerade das VW-Gesetz und das Engagement des Landes Niedersachsen erfordern, dass mit besonderer Verantwortung gehandelt wird. Ein staatliches Engagement erscheint grotesk, wenn ein Unternehmen mit Staatsbeteiligung wie VW nach dem Beispiel internationaler Konzerne wie Apple oder Starbucks Steuerschlupflöcher mit Tochterfirmen ausnutzt. Wir sind der Tradition des VW-Gesetzes verpflichtet. Deswegen ist es nur dadurch zu schützen, indem in das Unternehmen wieder herausgehobene moralische Erwägungen bei der wirtschaftlichen Zielsetzung Bedeutung finden.

Staatliche Mitbestimmung und die Macht von Betriebsrat und Gewerkschaft haben einen historischen Grund. Zum Aufbau der heutigen VW-Werke in Wolfsburg nutzten die Nazis beschlagnahmte Mittel der 1933 verbotenen freien Gewerkschaften. Insofern trägt der Kampf um die Mitbestimmung im Volkswagen-Konzern nicht nur wirtschaftsdemokratische, sondern auch antifaschistische Aspekte.