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Ersetze Seite 146, Zeilen 56-65 durch:

  • Das Transsexuellengesetz muss aufgehoben und durch eine Neuregelung ersetzt werden, die der Menschenwürde der Trans* gerecht wird. Die Neuregelung darf nicht erneut in einem diskriminierenden Sondergesetz ergehen, sondern muss in das allgemeine Familienrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches integriert werden. Dabei muss beachtet werden, dass für die Änderungen von Vornamen und Personenstand ausschließlich jenes Geschlecht maßgeblich sein darf, mit dem sich die Person identifiziert.
  • Die Namens- und Personenstandsänderung muss ohne Einholung von Gutachten alleine durch die eindeutige Erklärung eines Menschen bei dem zuständigen Standesamt bzw. dessen Aufsichtsbehörde möglich sein. Dies muss für Minderjährige ab 14 Jahren auch ohne Zustimmung der Eltern möglich sein. Minderjährige unter 14 Jahren benötigen grundsätzlich die Zustimmung der Eltern. Die fehlende Zustimmung kann jedoch durch das zuständige Familiengericht ersetzt werden.
  • Sowohl die medizinische als auch die juristische Geschlechtsangleichung müssen in jedem Fall kostenfrei sein.
  • Geschlechtsangleichende Operationen dürfen nur bei wirksamer Einwilligung der Person erfolgen, an welcher diese durchgeführt werden. Um ungewollte Veränderungen am eigenen Körper insbesondere durch Einsetzen der Pubertät verhindern zu können, müssen medizinische Maßnahmen jedoch auch Minderjährigen offen stehen, selbst gegen den Willen der Eltern.
  • Trans* ist keine Krankheit, sondern eine Ausprägung der geschlechtlichen Identität. Die Weltgesundheitsorganisation muss daher Trans* von der Liste der psychischen Krankheiten streichen. Trotzdem müssen die Krankenkassen weiterhin für die notwendigen Behandlungen aufkommen.
  • Die Eingehung einer Ehe ist komplett unabhängig von geschlechtlichen Anforderungen zu gestalten und muss für zwei Menschen egal welchen Geschlechts offen stehen.
  • Der behördliche Aufwand für Ausweisdokumente für die „Übergangsphase“ sollte deutlich verringert werden, sodass es Menschen ohne binäre geschlechtliche Identifikation möglich ist, den Alltag zu bestreiten und nicht ausgegrenzt zu werden. Auch die Verlängerung eines solchen Ausweises sollte für jeden und jede möglich sein, ähnlich wie beim Personalausweis.