A2_Ä181

Streiche Zeile 691-694 „Zurückhaltender Staat: Der kritische Staat unser Vorstellung muss sich selbst der größte Skeptiker sein, deswegen beschränkt er die Ausübung des eigenen Gewaltmonopols durch einen breit ausgebauten Rechtsstaat, der dem Individuum ernsthafte Verteidigungswerkzeuge zur Hand gibt und klare Bereiche benennt, die dem Zugriff des Staates absolut entzogen sind.“ und ersetze durch „Kritisierbarer Staat: Das eigene Gewaltmonopol des Staates ist durch ein breit ausgebauten Rechtsstaat, der dem Individuum ernsthafte Verteidigungswerkzeuge zur Hand gibt und klare Bereiche benennt, die dem Zugriff des Staates absolut entzogen sind, beschränkt. Dies garantiert, dass jede*r Bürger*in den Staat und seine Verfassung kritisieren kann und darf. Die Presse wird oft als die sogenannte vierte Gewalt im Staat dargestellt. Immer öfter gerät die Pressefreiheit in Gefahr, u.a. durch den Versuch der Einschüchterung von Journalist*innen durch rechte Hetze oder auch das Kredo „Sicherheit vor Freiheit“. Die Pressefreiheit gilt es weiterhin zu schützen und zu verteidigen, da sie garantiert eine Öffentlichkeit für politische Themen zu schaffen und Missstände aufzudecken. Wenn diese nicht mehr garantiert werden kann, dann bleibt oft die Kunstfreiheit als letzte Möglichkeit die Funktionen der Pressefreiheit einzunehmen. Die Kunstfreiheit geht jedoch viel weiter, muss nicht die Realität aufzeigen, sondern kann Utopien entwickeln und alternative Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Es gilt sie deshalb in ganz besonderer Form zu schützen.“