U8 Antrag zur Verhinderung der Überfischung des Dorsches (Kabeljaus)*

Status:
(noch) nicht behandelt

Die Jusos fordern, dass die Fänge von Dorschen so weit wie möglich reduziert werden. Dafür sollen gesetzliche Regelungen in Kraft treten, die es grundsätzlich vorübergehend verbieten, den Dorsch zu exportieren. Es sollen außerdem regionale Grenzen gezogen werden, die es erlauben, dass der Dorsch hauptsächlich nur dort verarbeitet und angeboten werden darf, wo er auch gefangen wird. Die Lieferung des Dorsches an Fischrestaurants im Innenland soll weiterhin erlaubt bleiben. Jedoch darf dieser Fisch nicht an Märkte, die weiter als 60km von der Küstenregion entfernt sind, geliefert werden. Die Verarbeitung des Dorsches zu Fischmehl soll gänzlich verboten werden.

Begründung:

Der Dorsch leidet schon seit längerem stark unter der Überfischung. Nebenbei verstärkt der Sauerstoffmangel das Verschwinden dieses Bestandes.

Nach aktuellen Kenntnissen würde beispielsweise selbst eine komplette Schließung der Fischerei in der östlichen Ostsee nicht zu einer Erholung in den nächsten sechs Jahren führen. Regionale Grenzen würden nicht nur den Tourismus in den Küstenregionen stärken, sondern außerdem den Bestand des Dorsches durch die daraus folgende Senkung der Fangquote auf Dauer merklich erhöhen.

Da der Dorschfang in Deutschland sehr beliebt ist, werden wirtschaftliche Verluste nicht ausbleiben. Jedoch werden die negativen Folgen, die entstehen, wenn wir nichts tun, die Folgen einer regionalen Grenze um einiges übertreffen. Die Wirtschaft würde in Zukunft, wenn der Dorsch durch Überfischung nicht mehr zu fischen ist, einen erheblichen Abschwung erfahren. Dies gilt es jetzt schon zu verhindern.

Generell gilt:

Fisch ist nicht unbegrenzt verfügbar. Durch die übertriebene Fischerei wird drastisch in die Nahrungskette eingegriffen und so die Gesundheit unserer Meere maßgeblich bedroht.

Des Weiteren werden im Laufe der Zeit die Fische auf unserem Teller immer kleiner und kleiner. Wir fangen die großen Fische, bis es sich nicht mehr lohnt und müssen dann auf eine kleinere Art (deren Beute) ausweichen. („fishing down the food web“)

Folglich gerät unsere zukünftige Nahrungsversorgung in Gefahr, welches wiederum für eine Gefahr der Arbeitsplätze sorgt.

Und man solle ja immerhin bedenken: In unserer Verfassung gemäß Artikel 20a steht nicht ohne Grund, dass wir unsere natürlichen Lebensgrundlagen & Tiere schützen sollen.

 

*Kabeljau ist eine andere Bezeichnung für Dorsch. Die Bezeichnungen sind regional nicht einheitlich.

Quellen:

https://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/MV-aktuell/Zu-wenig-Sauerstoff-und-Ueberfischung-Bestand-des-Ost-Dorschs-massiv-bedroht

https://www.ostseetag.info/one-page-express/wettbewerb/fisch

https://www.wwf.de/2019/mai/jeder-fisch-zaehlt/

Änderungsanträge
Status Kürzel Zeile AntragstellerInnen Text PDF
(noch) nicht behandelt U8_Ä1 2 Baden-Württemberg Einfügen: nach "den": "kommerziell gefangenen"
(noch) nicht behandelt U8_Ä2 5 Baden-Württemberg streichen: "Jedoch" bis "geliefert werden"