B10 Den Wert der Arbeiter*innen gerecht werden

  1. Zuschläge beim Stundenlohn (z.B. Akkordzuschläge) sollen für die Rente mit angerechnet werden.
  2. Arbeitnehmer*innen welche zum Stundenlohn bzw. Grundlohn Zuschläge erhalten, sollen im Krankheitsfall oder anderweitigem Ausfall nicht mehr nur den Stundenlohn/Grundlohn ausbezahlt bekommen, sondern zusätzlich dazu den Durchschnitt an verdienten Zuschlägen aus den letzten drei Monaten.
Begründung:

Auch wenn ein*e Arbeitnehmer*in während seines/ihres Berufsleben so viel verdient, dass er/sie gut davon leben kann, gucken Arbeitnehmer*innen, welche vorher jahrelang bspw. Akkordzuschläge bekamen, als Renter*innen oft in ein leeres Portmonee oder auf ein leeres Konto. Das liegt daran, dass Zuschläge nicht für die Rente mit angerechnet werden. Dies führt dann zwangsläufig zu einer erschreckend kleineren Rente, im Vergleich zu Arbeitnehmer*innen welche jahrelang sogar das selbe Entgeld am Ende des Monats bekamen, nur mit dem Unterschied das es ein festes Entgelt war ohne Zuschläge.

Für Arbeitnehmer*innen, welche bspw. zum Stundenlohn/Grundlohn Akkordzuschläge bekommen, ist der Krankheitsfall oder ein anderweitiger Ausfall direkt verbunden mit finanziellen Hindernissen. Bei Akkordarbeiten zahlen Arbeitgeber*innen nämlich nur den Stundenlohn/Grundlohn weiter. Bei nicht erbrachter Leistung, aufgrund von Krankheit, bedeutet dies direkt einen Unterschied am Ende des Monats meistens im dreistelligen Bereich für den/die Arbeitnehmer*in.

Oft lassen Arbeitgeber*innen ihre Angestellte lieber Überstunden machen oder generell länger arbeiten, als weitere Arbeitnehmer*innen einzustellen. Da dieses sich für den/die Arbeitgeber*in besser rechnet. Um dem Effekt entgegenzuwirken, müssen Arbeitsstunden, welche den 8-Stunden-Arbeitstag überschreiten, höher entlohnt werden.