B5 Den Wert sozialer Arbeit endlich erkennen

5Wir fordern:

1. gerechte Förderung für gute Arbeit! Das heißt:

1.1. Pflicht zur Tariftreue auch bei freien Trägern

1.2. Entstehende Mehrkosten durch Lohnsteigerungen nach abgeschlossenen Tarifverhandlungen sollen durch eine Erhöhung der öffentlichen Förderung getragen werden.

1.3. Die öffentliche Förderung für Stellen im Rahmen von Ziel- und Leistungsvereinbarungen sollen jährlich an die Tariferhöhungen angepasst werden.

1.4. Die öffentliche Förderung für Stellen im Rahmen von Ziel- und Leistungsvereinbarungen soll jährlich an die Umgruppierungen angepasst werden.

1.5. Mehrkosten, welche durch die Einstellung neuer Mitarbeiter*innen aufgrund von Ausfällen innerhalb der bestehenden Belegschaft oder höhere Teilnehmer*innenzahlen in den Projekten entstehen, sollen vollends von der öffentlichen Förderung übernommen werden.

2. Soziale Projekte stärken! Das bedeutet:

2.1. Sozial-, Kinder-, Jugend-, und Familienhilfe sowie Arbeitsmarktintegrationsoll unabhängig von den Teilnehmer*innenzahlen entsprechend dem in der Ausschreibung festgelegten Stellenumfang voll gefördert werden, mit dem Zusatz, Kosten bei Mehraufwand aufgrund höheren Teilnehmer*innenzahlen zu übernehmen.

2.2. Maßnahmen der Sozial-, Jugend-, und Familienhilfe können auf Wunsch des Auftraggebenden so oft durchgeführt werden, wie Bedarf besteht.

3. Erfahrungen wertschätzen! Das bedeutet:

3.1. Ausschreibungen für Projekte und Maßnahmen sollen unabhängig von den Lohn- und Gehaltskosten vergeben werden, diese fließen nicht in die Bewerbung ein.

3.2. Im Rahmen von vergebenen Projekten und Maßnahmen nach einer Ausschreibung sollen die anteiligen Stellenkosten voll nach Tarif übernommen werden.

4. gerechte Hilfe für Träger in Not! Das bedeutet:

4.1. Rückzahlungen von Sonderförderungen dürfen nicht zeitlich oder finanziell unbegrenzt vergeben werden, sondern lediglich bis der Betrag vollständig zurückgezahlt wurde.