C6 Die Ausbildung auch in Krisenzeiten stärken

Status:
(noch) nicht behandelt

Die Bundeskonferenz der Jusos möge zur Weiterleitung an den Bundesparteitag und die Bundestagsfraktion der SPD beschließen:

Die SPD-Fraktionen werden aufgefordert, sich für die Verbesserung der Ausbildungsbedingungen und den Schutz von Auszubildenden in Krisenzeiten einzusetzen. Die Vermittlung aller ausbildungsrelevanten Inhalte sowie die Erhaltung sicherer und guter Ausbildungsplätze muss gewährleistet sein.

    Dazu sollen folgende Maßnahmen ergriffen werden:

      • es muss sichergestellt werden, dass es beim Wegfallen von praktischen
        Ausbildungseinheiten gute Alternativen gibt, die Ausbildungsinhalte zu
        vermitteln

          • zusätzliche finanzielle Förderung von Berufsschulen in Krisenzeiten
          • Unterstützung des Digitalisierungsprozesses in Berufsschulen
        • bessere Ausstattung von Berufsschulen, damit diese ein sicheres und
          umfangreiches Lernen ermöglichen können
        • es muss gewährleistet werden, dass Auszubildende, deren Betriebe insolvent
          gehen, ihre Ausbildung in einem anderen Betrieb fortsetzen können.
          Außerdem muss es trotz der unsicheren wirtschaftlichen Lage auch für
          kommende Bewerber*innen ausreichend Ausbildungsplätze geben

            • Unterstützung für Betriebe, die Auszubildende aus insolventen
              Betrieben übernehmen
            • Förderung von Verbund- bzw. Auftragsausbildungen, um Unternehmen zu
              entlasten und Auszubildenden umfangreichere Lernmöglichkeiten zu
              bieten
          • stärkere Förderung von kleinen Betrieben, die ausbilden möchten
          • die finanzielle Unterstützung der Auszubildenden muss auch in Krisenzeiten
            gewährleistet werden

              • Verlängerung der Berufsausbildungsbeihilfe bei Verschiebung der
                Abschlussprüfung oder Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses
            • finanzielle Hilfen während der Suche nach einem neuen
              Ausbildungsbetrieb
            • es muss gewährleistet werden, dass Auszubildende, wenn sie aufgrund dieser
              besonderen Umstände das Ausbildungsziel nicht erreichen, die
              Ausbildungsdauer ohne Einschnitte verlängern können

                • das Ausbildungsgehalt muss weiterhin gezahlt werden
                • finanzielle Hilfen, wie die Berufsausbildungsbeihilfe, müssen
                  weiterhin gezahlt werden
              • dadurch entstehende zusätzliche Belastungen für Ausbildungsbetriebe
                sollen ausgeglichen werden
              • es braucht Sicherheit für Auszubildende, deren Zwischenprüfung, die eine
                Voraussetzung zur Teilnahme an der Abschlussprüfung ist, ausgefallen ist

                  • zeitlich befristete Änderung des BBiG, nach der der Ausfall der
                    Zwischenprüfungen keine Auswirkungen auf die Zulassung an der
                    Abschlussprüfung hat
                • Aufklärung der betroffenen Auszubildenden über ihre Rechte und
                  Möglichkeiten, beispielsweise über die IHK oder ähnliche
                  Institutionen
              Begründung:

              Die Folgen der Corona-Pandemie haben auch Auszubildende zu spüren. Viele Betriebe konnten und können die Ausbildung aufgrund der Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie nicht ausreichend weiterführen. Es ist nicht gewährleistet, dass Auszubildende im vorgesehenen Zeitraum das Ausbildungsziel erreichen können. Die Abschlussprüfung muss verschoben oder die Ausbildungszeit verlängert werden.
              Oft werden Auszubildende ins HomeOffice geschickt, wo dann der Kontakt zu den Ausbildern abbricht oder sie ausbildungsfremde Tätigkeiten ausführen sollen. Die Arbeitsmittel werden nicht oder ungenügend zur Verfügung gestellt und Auszubildende sind auf sich allein gestellt.
              Auch die Berufsschulen sind nicht immer ausreichend ausgestattet, um das digitale Lernen sinnvoll und erreichbar für alle zu gestalten.

                Vor allem Auszubildende aber auch die ausbildenden Betriebe und Berufsschulen brauchen Unterstützung und klare Vorgaben, wie Ausbildung in Krisenzeiten gestaltet werden kann. Es muss oberste Priorität sein, dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, Auszubildende weiterhin gut zu schulen und die Ausbildungsinhalte umfangreich zu vermitteln.

                  Dafür braucht es an den nötigen Stellen Unterstützung für die Betriebe und Schulen sowie rechtliche Sicherheit für die Auszubildenden.

                  Änderungsanträge
                  Status Kürzel Zeile AntragstellerInnen Text PDF
                  (noch) nicht behandelt C6_Ä1 6 Baden-Württemberg
                  Füge ein nach 'werden': 'Es braucht eine Ausbildungsplatzgarantie'