G17 DOPPELT AUF DEN PUNKT GEBRACHT - GENDERNEUTRALE SPRACHE BARRIEREFREI MACHEN

Status:
(noch) nicht behandelt

Wer nur von „Frauen“ und „Männern“ spricht, übergeht die Tatsache, dass es auch Menschen außerhalb der Geschlechterbinarität gibt.

Die bisher gewählte Form mit einem Gendersternchen ist nicht barrierefrei, da sie durch Sprachprogramme nicht erkannt wird. Stattdessen wird das Gendersternchen laut mit „Sternchen“ vorgelesen und unterbricht so den Lesefluss für Menschen mit Sehbehinderung, die auf diese Programme angewiesen sind. Dieses Problem kann ohne weitere Umstände umgangen werden, indem der Doppelpunkt angewendet wird. An diesen Stellen pausieren die Sprachprogramme kurz und der gleiche Höreindruck wie beim mündlichen non-binären Gendern wird geweckt.

Wir haben das Selbstverständnis, eine inklusive und barrierefreie Sprache zu verwenden. Um das Ziel einer Gleichbehandlung aller in der geschriebenen Sprache zu erzielen, wird in Zukunft eine non-binäre Genderweise mit dem Doppelpunkt gewählt.

Außerdem wird auf eine binäre Zuordnung (binär: eine rein auf das weibliche und männliche Geschlecht bezogene Einteilung), wie bei „Frauen“ oder „Männer“ wann immer möglich verzichtet, egal ob mit angehangenem Sternchen oder nicht. Eine klar formulierte Ansprache der adressierten Personen, wie z.B. menstruierende Menschen, ist vorzuziehen. Notfalls sind mögliche Alternativen, wie der reine Verzicht auf den Bezug des Geschlechts oder Zusätze wie „weiblich gelesen“ oder „männlich gelesen“ anzuwenden.

Begründung:

Uns ist es wichtig, dass wir alle Menschen – unabhängig ihrer geschlechtlichen Identität, sexueller Orientierung, sozialer und ethnischer Herkunft, Alter sowie körperlicher und geistiger Einschränkung – gleichermaßen ansprechen und entsprechend nach außen vertreten.

Beispiel: Schüler*in wird zu Schüler:in