V2 Einführung eines Bahn-Klimatickets in Deutschland

Status:
(noch) nicht behandelt

In Deutschland soll – in Anlehnung an das Modell der ÖBB in Österreich – ein ganzjähriges Klimaticket eingeführt werden. Mit dem einmaligen Erwerb eines solchen Tickets können für ein Jahr alle Zug-, Bus und ÖPNV-Verbindungen im Bundesgebiet genutzt werden.

Begründung:

Österreich führt ab 2021 eine landesweite Fahrkarte für Busse und Bahnen ein. Das Jahresticket für das ganze Land kostet 3 Euro am Tag. Das sogenannte „1-2-3-Jahresticket“ soll in der 2. Klasse 1.095 Euro kosten, also 3 Euro pro Tag für unbegrenztes Reisen innerhalb des Bundesgebiets. Das Ticket kann dabei in monatlichen Raten bezahlt werden. Auch gibt es ein ermäßigtes Ticket für Menschen unter 26 Jahren, Senior*innen sowie Menschen mit Behinderung für 820 Euro. Kunden sollen außerdem ein Zusatzticket kaufen können, das die Mitnahme von bis zu vier Kindern unter 15 Jahren ermöglicht. Der Aufpreis läge dann bei zehn Prozent der Normalkosten, also 109 Euro pro Jahr.

Ziel soll es sein, dass Menschen vermehrt vom PKW auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und damit dem Klimawandel entgegenwirken. Zudem verfolgt ein solches Ticket die Bestrebung, die Attraktivität von Kurzstreckenflügen weiterhin zu senken. Auch in Deutschland, in denen immer mehr Menschen Strecken mit der Bahn zurücklegen – 2018 wurde ein neuer Fahrgastrekord erreicht, mit über 150 Millionen Bahnfahrten – würde ein solches Klimaticket ein wichtiger Schritt zu einer nachhaltigeren Mobilität sein.

Ein solches Klima-Ticket soll eine Ergänzung zu dem von der SPD geforderter 365 Euro-Ticket für den Nahverkehr darstellen. Neben dem öffentlichen Nahverkehr können mit dem Klima-Ticket nämlich auch sämtliche Fernverkehrsverbindungen der Deutschen Bahn im gesamten Bundesgebiet genutzt werden.