P10 Eintragung wichtiger Daten in die Gesundheitskarte

Wir fordern, dass Menschen die Möglichkeit haben, ihre Gesundheitskarte freiwillig um behandlungsrelevante medizinische Daten zu ergänzen.

Durch die Speicherung wichtiger Daten in die Gesundheitskarte, wie etwa Impfungen, Allergien, Blutgruppe, Organspende, Medikamenteneinnahme und fehlende/eingeschränkte Organfunktionen, ist es für Ärzt*innen und unter Schweigepflicht stehendes Fachpersonal einfacher in einem Ernstfall schneller reagieren zu können.

Dies soll auf Grundlage eines einheitlichen jedoch freiwilligen Systems beruhen, dass einen Rahmen möglicher Informationen bietet, bei denen Patient*innen entscheiden können, ob diese auf der Karte gespeichert werden sollen. Gleichzeitig muss Patient*innen jederzeit die Änderung der Entscheidung und vollständige Löschung etwaiger Einträge möglich sein.

Begründung:

Bei der Speicherung der Impfungen hat das Ärzt*innenpersonal den Vorteil genau zu wissen, wann eine Auffrischung der Impfungen wieder von Nöten ist – auch bei einem Wechsel der Hausarzt/der Hausärztin, da einige Patient*innen nicht ihre Krankenakte mitübernehmen. Des Weiteren hat nicht jede Person den Impfpass zur Hand, verlegt oder besitzen diesen nicht mehr.

Bei einem Unfall kann die Information über die Blutgruppe Leben retten. Auch die Informationen über die regelmäßige Medikamenteneinnahme, die zurzeit schon oft von älteren Menschen freiwillig in der Medikamentenkarte festgehalten wird, kann von hoher Relevanz sein.