B19 Erhalt des eigenständigen Berufsbildes der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

Status:
(noch) nicht behandelt

Die Juso-Bundeskongress möge beschließen:

Die Jusos sprechen sich dafür aus, dass im neuen Pflegeberufegesetz das eigenständige Berufsbild der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege erhalten bleibt. Wenn die generalistische Pflegegrundausbildung stattfinden soll, dann muss im Gesetz eine ausreichende Spezialisierung bzw. Schwerpunktsetzung für die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege festgelegt werden, die der aktuellen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Berufe in der Krankenpflege (2003) entspricht. Darüber hinaus fordern wir grundsätzlich mehr Anerkennung und Wertschätzung für diese Berufsfelder.

Begründung:

Im bisherigen Entwurf mit der generalistischen Pflegeausbildung wird nicht der Bedarf für die kompetente pflegerische Versorgung von Frühgeborenen bis Jugendlichen und ihren Familien gesichert. Der allgemeinen Pflegegrundausbildung müsste sich eine spezialisierte Weiterbildung anschließen, deren Kosten bisher nicht geklärt und voraussichtlich auch nicht gesichert ist. In Folge dessen würde z.B. für Kinderkliniken nicht mehr ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung stehen. Die Auszubildenden in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege müssen genügend Gelegenheiten haben, neben dem entsprechenden spezifischen Unterrichtsangebot, ihre pflegerische Handlungskompetenz bei Kindern unterschiedlicher Altersstufen zu entwickeln. Der Gesetzgeber hat die Pflicht, Kinder als Zukunft unserer Gesellschaft zu schützen. Der bisherige Beruf der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege leistet dazu einen wertvollen Beitrag, der auch zukünftigen Generationen erhalten bleiben sollte.