D5 Keine Zusammenarbeit mit esoterischen Antisemit*innen

Status:
(noch) nicht behandelt

Kein Thema hat das Jahr 2019 so sehr geprägt wie die international agierende Umweltschutzbewegung Fridays For Future. Auch viele Jusos beteiligten sich an den Protesten, die anfangs von Schüler*innen, aber später von einem breiten Spektrum der Gesellschaft getragen wurden. Gleichzeitig mit Fridays For Future erlangten auch andere Umweltbewegungen mehr Aufmerksamkeit wie zum Beispiel Extinction Rebellion.

Extinction Rebellion heißt übersetzt „Rebellion gegen das Aussterben“ und setzt sich unter anderem gegen das Artensterben von Tieren durch den Klimawandel ein. Dies tat die Bewegung in der Vergangenheit mit medienwirksamen Protestformen und zivilem Ungehorsam. Allerdings offenbart sich bei einer genaueren Beschäftigung mit Extinction Rebellion das abstruse Weltbild der Bewegung.

Die Proteste von Extinction Rebellion richten sich gegen ein in den Augen der Gruppe vermeintliches Sterben der Menschheit durch den Klimawandel. Diese Proteste werden zum Beispiel durch Aktionen mit Menschen, die an einem Galgen hängen und auf einem schmelzenden Eisblock stehen, untermauert. Es ist nicht abzustreiten, dass der Klimawandel unsere natürliche Lebensgrundlage und damit auch den Menschen bedroht. Allerdings arbeitete Extinction Rebellion absichtlich mit einer „Weltuntergangsstimmung“ um Ängste zu schüren und so zu Skandalisieren. Die Soziologin Jutta Ditfurth kommt auch deswegen zu dem Schluss, dass Extinction Rebellion eine esoterische Weltuntergangssekte sei. Eine solche Weltanschauung steht konträr zu einem linken, progressiven und emanzipatorischen Weltbild, wie wir es als Jusos vertreten.

Der Mitgründer von Extinction Rebellion in Großbritannien, Roger Hallam, sagte in einem Interview in der Zeit, dass er kein Problem damit hätte, wenn sich Menschen an den Protesten beteiligen würden, die sexistische oder rassistische Einstellungen vertreten. Zwar Wiedersprachen die Sprecher der Extinction Rebellion Deutschland Hallam, aber seine Aussage offenbart das Weltbild von mindestens Teilen der Bewegung. Eine weitere Grenzüberschreitung, die auch von Roger Hallam, dem wohl prominentesten Vertreter von Extinction Rebellion ausging, war, als er die Shoa in einem weiteren Interview in der Zeit mit mehreren Aussagen relativierte. Er bezeichnete die Shoa als „ein fast normales Ereignis“ und die deutsche Haltung dazu als schädlich. Diese Aussagen bekräftigte er zudem in einem kurz darauf in einem Interview mit dem SPIEGEL: „[…] der Klimawandel ist nur das Rohr, durch das Gas in die Gaskammer fließt. Es ist nur der Mechanismus, durch den eine Generation eine andere tötet.“

Als Jusos setzten wir uns schon immer für eine Gesellschaft ein, in der Sexismus und Rassismus und Antisemitismus kein Platz haben. Daher kann nach solchen Äußerungen auch Extinction Rebellion in unserem Kampf für den Klimaschutz keinen Platz haben.

Wir fordern, dass es keine Zusammenarbeit zwischen Jusos und Extinction Rebellion geben darf und lehnen daher jede Art von Kooperation mit dieser Bewegung und ihren Protesten ab. Gegen jeden Antisemitismus!

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