C5 Mehr Freiheiten für die Hochschulen in ihren Auswahlverfahren

Status:
(noch) nicht behandelt
Im HRG (Hochschulrahmengesetz) soll in §32 (3) Satz 3 Nr.3
das Wort „maßgeblicher“gestrichen werden („Bei der Auswahlentscheidung muss dem Grad der Qualifikation nach §
27 [allgemeine Hochschulreife] ein maßgeblicher Einfluss gegeben werden.“). Die Juso-
Hochschulgruppe der Universität Hamburg wird zur nächsten Landesdelegiertenkonferenz
ein Konzept vorlegen, welche Auswahlkriterien verbindlich in Paragraph 5 HmbHG bestimmt
werden sollen.
Begründung:
An den meisten Hochschulen werden die Studienplätze nachfolgendem Schema verteilt:
20% der Plätze an die Abiturbestennoten,
20% der Plätze für die Warteliste,
60% der Plätze nach Auswahlverfahren der jeweiligen Hochschulen.
Im letzten Punkt werden die Hochschulen jedoch angehalten, in ihrem Auswahlverfahren der
Abiturnote maßgeblichen Einfluss (meist >51%) auf die Auswahlentscheidung zu geben. Aus
unserer Sicht sollten die Hochschulen hier die Freiheit bekommen, selbst zu entscheiden
inwieweit die Abiturnote für die Auswahlentscheidung maßgebend sein soll. D.h., dass die
Hochschulen weiterhin die Möglichkeit besitzen ihre Auswahlkriterien nach den Abiturnoten
zu richten. Hochschulen die jedoch an Auswahlverfahren arbeiten, sollten die Möglichkeit
haben diese auch schwerer zu gewichten. Außerdem kommt hinzu, dass die Abiturnote in
der heutigen Gesellschaft offensichtlich noch stark von der eigenen sozialen Herkunft
abhängt. Ein Abitur mit der Abschlussnote 1,0 erreichen meist, nicht ausschließlich,
Menschen, welche aus einem gut gebildeten Haushalt kommen. Hier können
Auswahlverfahren der sozialen Herkunft entgegenwirken und somit einen Beitrag zur
Chancengleichheit in unserer Gesellschaft leisten.
Änderungsanträge
Status Kürzel Zeile AntragstellerInnen Text PDF
C5_Ä1 5 Hamburg

Streiche Zeile 5 – 7 ersatzlos