B9 Meine Arbeitsplatzsuche darf nicht an der Sprache scheitern

Status:
(noch) nicht behandelt

Der Juso-Bundeskongress möge beschließen:

Wir fordern die SPD-Bundestagsfraktion auf, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, dass die Bundesagentur für Arbeit verpflichtete ist für jede*n Arbeitssuchende*n die Kosten für Kurse zur Sprachförderung (Deutsch als Fremdsprache) zu übernehmen, sofern mangelnde Sprachkenntnisse der Deutschen Sprache zur Ablehnung von Bewerbungen führen. Dies gilt auch für diejenigen, die eine Deutsche Universität, zum Beispiel im Rahmen eines Erasmusaustauschs, besucht haben.

Begründung:

Oft ist das Einzige, das zwischen einer*m Bewerber*in und dem Erhalt eines Arbeitsplatzes steht, mangelnde Kenntnisse der Deutschen Sprache. Dies trifft auch immer wieder auf hochqualifizierte Fachkräfte zu. In vielen Fällen schließt die Bundesagentur für Arbeit aber einen Sprachkurs als geförderte Qualifizierungsmaßnahme aus, insbesondere dann, wenn der*die Bewerber*in während ihres*seines Studiums eine Deutsche Hochschule besucht hat. Da die Kosten für Deutschsprachkurse im Regelfall hoch sind, können Bewerber*innen diese häufig nicht aus eigener Kraft finanzieren. Oftmals versanden so hochqualifizierte Menschen, die gerne dem hiesigen Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden, in Hilfsjobs oder prekären Arbeitsverhältnissen außerhalb ihres eigentlichen Berufsfelds oder ziehen sogar in ihre Herkunftsländer zurück.