U5 Nitratbelastung in deutschen Böden entgegenwirken!

Status:
(noch) nicht behandelt

Der Bundeskongress der Jusos Deutschland möge zur Weiterleitung an den Bundesparteitag der SPD beschließen:

Forderung:

Wir fordern die Bundesregierung auf unverzüglich Maßnahmen für die Einhaltung der gesetzten EU-Grenzwerte für Nitrat (NO3), welche vorsehen einen Nitratgehalt in den Böden von 50 Milligramm pro Liter Wasser nicht zu überschreiten, zu ergreifen und ggf. aussichtsvolle Maßnahmen zu optimieren.

Begründung:

Begründung:

Der BUND hat im Februar 2019 eine Studie veröffentlicht indem die Problemlage der Belastung zu hohen Nitratwerten im Trinkwasser dargelegt wird und in der eine Analyse eingeschlagener Lösungswege mit in die Betrachtung miteinbezogen wird. Das Grundwasser ist mit Abstand die wichtigste Ressource für Trinkwasser – rund 70 Prozent davon gewinnen wir aus dem Grundwasser. Umso gravierender sind die Auswirkungen für die Natur und den Konsumenten, wenn die besonders durch Viehzucht hervorgerufenen hohen Nitratwerte ignoriert werden. Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern sind Beispiele für Länder, in denen die Grenzwerte eindeutig überschritten wurden. Dort wird der Dünger, der durch das Ausscheiden der Tiere anfällt, auf die Ackerflächen verteilt.

 

Dünger ist für die Landwirtschaft unerlässlich, doch sollte hier die bedarfsgerechte und gründliche Düngung genauestens kontrolliert werden. Stickstoffüberschüsse gelangen in die Atmosphäre, ins Oberflächen- und Grundwasser. So schließen wir uns dem Appell des BUNDs an, ein Zielwert von 50 Kilogramm Hektar und Jahr, statt des derzeit jährlich existierenden Stickstoffüberschusses von ca. 100 Kilogramm pro Hektar und Jahr, zu setzen. Was der hohe Nitratgehalt für den Menschen an Schaden bedeutet ist nicht unerheblich. Das Nitrat kann im Körper von Bakterien zu Nitrit umgewandelt werden. Das Nitrit verändert die roten Blutkörperchen, sodass sie keinen Sauerstoff mehr transportieren können. Insbesondere Säuglinge sind dadurch gefährdet, da ihr Schutzmechanismus in Form von Rückbildung jener Blutkörperchen nicht ausreicht. Ein Krebsrisiko ist nicht ausgeschlossen. Technische Verfahren zur Reduzierung der Nitratwerte (bspw. Aufbereitungsverfahren) werden angewandt, vertrauensvolle Gespräche mit Landwirt*innen werden geführt, doch sind diese Methoden sehr kosten- und zeitintensiv und der Verbraucher wird am Ende der langwierigen Kette finanziell belastet.

Änderungsanträge
Status Kürzel Zeile AntragstellerInnen Text PDF
(noch) nicht behandelt U5_Ä1 4 Baden-Württemberg Ergänzen: "NO3-"
(noch) nicht behandelt U5_Ä2 4 Baden-Württemberg Ersetzen: "Wasser" durch "Grundwasser"