P8 Psychische Erkrankungen in die öffentliche Wahrnehmung bringen

Depression zählt mit über 5 Millionen Betroffenen (Quelle: Deutsche Depressionshilfe) zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland – und ist trotzdem in der öffentlichen Diskussion kaum wahrnehmbar. Oft wird die Krankheit zu spät erkannt, auf die leichte Schulter genommen oder vom persönlichen Umfeld heruntergespielt. Dabei gibt es bei dieser Erkrankung keine andere anerkannte Behandlung als Psychotherapie, unter Umständen kombiniert mit einer medikamentösen Behandlung. Der Entscheidung für eine Behandlung wird jedoch dadurch entgegengewirkt, dass sich bei der Entscheidung für eine aktenkundige Psychotherapie negative Folgen bei der Wahl und Ausübung des Berufes ergeben können. Daher fordern wir:

● Die SPD soll auf öffentlichkeitswirksame Programme und Kampagnen zur Prävention und Früherkennung von psychische Erkrankungen hinwirken und bestehende Projekte fördern.

● Berufliche Nachteile und Benachteiligungen bei der Einstellung, die sich aus der Inanspruchnahme einer Psychotherapie ergeben, müssen gesetzlich verboten werden.

● Der Zugang zu einer Psychotherapie, auch in Form von freiwilligen Klinikaufenthalten, muss erleichtert und die Wartezeit für einen Therapieplatz drastisch verkürzt werden.

● Die Kosten für die Psychotherapeut*innenausbildung sollen abgeschafft und die Praktika in der Therapeut*innenausbildung nach Mindestlohn vergütet werden.

● Nach Ablauf der von der Krankenkasse genehmigten Therapie muss die Möglichkeit bestehen, diese ohne Wartezeit zu verlängern.

Begründung:

Erfolgt mündlich