E6 Studie über die Verhinderung der Freizügigkeit und der beruflichen Entwicklung der Eltern von Trennungskindern durch die Familiengerichte

Status:
(noch) nicht behandelt

Das Europäische Parlament soll erwirken, dass eine EU-weite Studie zu folgendem Sachverhalt erstellt wird:

  • Wie vielen Elternteilen von Trennungskindern wird über Jahre durch Urteile von Familienrichtern die Freizügigkeit verwehrt?
  • Wie viele Elternteile werden auf diese Weise in ihrer beruflichen Entwicklung behindert?

Die Studie sollte für alle EU-Länder vergleichend erfolgen. Dabei muss beachtet werden, dass selbst innerhalb der Mitgliedsstaaten Unterschiede im Familienrecht und im Kinderrecht praktiziert werden (Beispiel: England, Schottland, Nordirland). Die Ergebnisse sollen in allen EU-Mitgliedsstaaten in den Medien veröffentlicht werden.

Begründung:

Im Zuge der Globalisierung gehen viele junge Menschen aus privaten oder beruflichen Gründen vorübergehend ins Ausland. Sie sind dann meist in dem Alter, in dem sie Eltern werden. Wenn das im Ausland geschieht, werden sie (oft für viele Jahre) dort festgehalten, wenn ein Elternteil ihre Rückkehr nicht zustimmt. Im Allgemeinen sind allerdings die Frauen die Hauptversorger*innen, die die damit einhergehenden Pflichten und höchsten finanziellen Belastungen tragen.

Familiengerichte entscheiden oft nach den im jeweiligen Land üblichen Gepflogenheiten, ohne die Situation im Einzelfall umfassend zu untersuchen. Da die antragstellenden Elternteile Ausländer*innen sind, sind sie in der Kenntnis des Gerichtswesens benachteiligt. Es wird behauptet, dass Kinderrechte über allem stehen. Gleichzeitig wird die Situation der Kleinkinder, die auf die Elternteile angewiesen sind, dazu benutzt, um Müttern die Menschenrechte auf freie Berufswahl und Freizügigkeit zu verwehren.

Das Ergebnis ist, dass Elternschaft als Handikap wahrgenommen wird.