U5 Umweltbewusste Veranstaltungen

Status:
mit Änderungen angenommen

Der Juso-Bundeskongress möge zur Weiterleitung für sich und zur Weiterleitung an den Bundesparteitag beschließen:

Für alle folgenden Landesparteitage, Juso-Bundeskongresse und SPD-Bundesparteitage, sollen folgende Regelungen umgesetzt werden:

  1. Es wird auf die Verwendung von Papier verzichtet, im Ausnahmefall wird Umweltpapier verwendet. Auf den Gebrauch von Tackernadeln wird verzichtet.
  2. Es wird für einen WLAN Zugang für alle Delegiert*innen gesorgt. Den Delegiert*innen wird eine Stromquelle zur Verfügung gestellt.
  3. Das Essensangebot erfolgt ohne die Verwendung von Einweggeschirr und beinhaltet auch vegetarische und vegane sowie regionale und nachhaltige Angebote.
  4. Getränke werden in Glasflaschen bereitgestellt und stammen aus regionaler Erzeugung.
  5. Es wird auf Mülltrennung geachtet.
Begründung:

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Er gefährdet die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen und unseren Wohlstand. Eine nachträgliche Umkehrung der Erwärmung wird, falls überhaupt möglich, deutlich teurer werden als die nötigen Maßnahmen des Klimaschutzes. Das Erreichen des 1,5°C-Ziels des Pariser Klimaschutzabkommens ist ernsthaft gefährdet; die Klimaziele bis 2020 der alten Bundesregierung sind kaum noch erreichbar. Auch die fortschreitende Verschmutzung der Weltmeere durch Kunststoffe ist besorgniserregend. Deutschland ist in Europa Spitzenreiter im Plastikverbrauch pro Kopf, von dem nur die Hälfte recycelt wird. Die Folge: Große Mengen Treibhausgase werden bei der Müllverbrennung freigesetzt. Gleichzeitig muss die Umwelt große Teile unseres Abfalls aufnehmen, Grünflächen und Gewässer werden zunehmend verschmutzt und viele Tiere sterben bei dem Versuch, unseren Müll zu fressen.

Die jüngsten Entwicklungen die Bewegung „Fridays for Future“ und die Ergebnisse der letzten Wahlen zeigen, dass für die Bürger*innen die Umweltpolitik eine wichtige Rolle spielt. Die SPD hat diesen Punkt in der Vergangenheit zu wenig berücksichtigt und auch deswegen massiv Stimmen eingebüßt. Wir sollten die eindeutigen Forderungen der Wähler*innen ernst nehmen, Vertrauen zurück gewinnen und als SPD unseren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten.

Dabei sollten wir pragmatisch mit Veränderungen bei uns selbst beginnen.

Änderungsanträge
Status Kürzel Zeile AntragstellerInnen Text PDF
angenommen U5_Ä2 1 Nordrhein-Westfalen Streiche Z.1
erledigt U5_Ä14 1 Hamburg Überschrift ändern in "Umweltbewusste Parteitage"  
angenommen U5_Ä3 2 Nordrhein-Westfalen Ersetze Z.2-3 durch: „Für Jusoveranstaltungen auf Bundesebene sollen folgende Regelungen umgesetzt werden:“
erledigt U5_Ä13 2 Hannover, Braunschweig, Nord-Niedersachsen, Weser-Ems Ergänze in Z. 2 nach „folgende Regelungen“ den Zusatz „nach Möglichkeit“ 
angenommen U5_Ä27 2 Berlin Z. 2 statt "folgenden Landesparteitage, Juso-Bundeskongresse und SPD-Bundesparteitage": "für Parteitage und Konferenzen auf allen Ebenen"
angenommen U5_Ä4 4 Nordrhein-Westfalen Ergänze in Z.4 nach „wird“: „weitestgehend“
zurückgezogen U5_Ä5 4 Nordrhein-Westfalen Streiche Z.4f: „Auf den Gebrauch von Tackernadeln wird verzichtet.“
zurückgezogen U5_Ä16 4/5 Thüringen Streiche „Auf den Gebrauch von Tackernadeln wird verzichtet.“
zurückgezogen U5_Ä26 4 Berlin Punkt 1 ersetzen durch. "Antragsbücher werden prinzipiell nur noch auf Bestellung postalisch versendet und mit Umweltpapier und umweltschonendem Druckvorgang hergestellt."
angenommen U5_Ä17 6 Thüringen Ersetze „Delegiert*innen“ durch „Delegierten“
angenommen U5_Ä9 8 Baden-Württemberg Z. 8/9: Ersetze “auch” durch “ausschließlich”
U5_Ä25 8 Berlin Punkt 3 ersetzen durch "Das Essensangebot auf Parteiveranstaltungen ist standardmäßig vegetarisch. Dabei sollen möglichst regionale und nachhaltige Produkte verwendet werden. Auf Nachfrage ist eine vegane oder fleischhaltige Alternative für Teilnehmer*innen anzubieten. Es wird kein Einweggeschirr oder -besteck verwendet."
angenommen U5_Ä6 9 Nordrhein-Westfalen Ersetze in Z. 9 ab „sowie“ bis „Angebote.“ durch: „Gerichte. Außerdem werden regionale und nachhaltige Produkte bevorzugt.“
angenommen U5_Ä21 9 Bayern Füge ein „Dabei soll der Preis der Angebote im sozialverträglichen Maß bleiben“
U5_Ä22 9 Bayern Füge ein in Z.9. „Dabei soll der Preis der Angebote im sozialverträglichen Maß bleiben“ – die Preise für Essen und Getränke sind jetzt schon für den Geldbeutel untragbar
U5_Ä7 10 Nordrhein-Westfalen Ersetze Z.10 durch: „ 4. Bei der Planung wird, wenn möglich, gewährleistet Getränke aus regionaler Erzeugung und fairem Handel anzubieten.“
angenommen U5_Ä10 10 Sachsen-Anhalt hinter "... aus regionaler Erzeugung.": Zusätzlich sollen wenn möglich Wasserspender oder Wasserfilter für die Verwendung von Leitungswasser und das Abfüllen in eigene Trinkflaschen ermöglicht werden."
angenommen U5_Ä24 10 Berlin Bei Punkt 4: ergänzen durch "Heißgetränke werden nicht mehr in Einwegbechern angeboten."
angenommen U5_Ä12 11 Schleswig-Holstein Ergänze: “6. Es wird ein Forum für Mitfahrgelegenheiten für Veranstaltungen geschaffen”
angenommen U5_Ä18 11 Brandenburg Ergänze: 6. Bei Parteiveranstaltungen soll der Strom bei parteieigenen Veranstaltungsorten aus Ökostrom gespeist werden.
U5_Ä23 11 Berlin Z. 11 ergänze Bulletpoint "6. Die Anreise zu den Parteitagen soll nur mit der Bahn und dem ÖPNV erfolgen. Die Anreise per Flug wird nicht von den Verbänden gezahlt."
angenommen U5_Ä19 12 Bayern Streiche in Z.12 „Begründung“
erledigt U5_Ä20 12 Bayern Streiche „Begründung“
angenommen U5_Ä1 Nordrhein-Westfalen Ändere Überschrift in „Umweltbewusste Veranstaltungen“
(noch) nicht behandelt U5_Ä8 Mecklenburg-Vorpommern ersetze “Landesparteitage” durch “Parteitage”
(noch) nicht behandelt U5_Ä11 Schleswig-Holstein Streiche in der Überschrift: “Landes”
(noch) nicht behandelt U5_Ä15 Thüringen Ersetze „Landesparteitage“ durch „SPD-Veranstaltungen“
U5_Ä28 Berlin Titel ändern zu: "Umweltbewusste Parteitage"
Text des Beschlusses:

Für Jusoveranstaltungen auf allen Ebenen sollen folgende Regelungen umgesetzt werden:

  1. Es wird weitestgehend auf die Verwendung von Papier verzichtet, im Ausnahmefall wird Umweltpapier verwendet. Auf den Gebrauch von Tackernadeln wird verzichtet.
  2. Es wird für einen WLAN Zugang für alle Delegierten gesorgt. Den Delegierten wird eine Stromquelle zur Verfügung gestellt.
  3. Das Essensangebot erfolgt ohne die Verwendung von Einweggeschirr und beinhaltet ausschließlich vegetarische und vegane Gerichte. Außerdem werden regionale und nachhaltige Produkte bevorzugt. Dabei soll der Preis der Angebote im sozialverträglichen Maß bleiben.
  4. Getränke werden in Glasflaschen bereitgestellt und stammen aus regionaler Erzeugung. Heißgetränke werden nicht mehr in Einwegbechern angeboten. Zusätzlich sollen wenn möglich Wasserspender oder Wasserfilter für die Verwendung von Leitungswasser und das Abfüllen in eigene Trinkflaschen ermöglicht werden.
  5. Es wird auf Mülltrennung geachtet.
  6. Bei Parteiveranstaltungen soll der Strom bei parteieigenen Veranstaltungsorten aus Ökostrom gespeist werden.
  7. Es wird ein Forum für Mitfahrgelegenheiten für Veranstaltungen geschaffen.
Beschluss-PDF: