B23 Wahlarbeitszeitgesetz

Status:
(noch) nicht behandelt

Der Bundeskongress möge beschließen:

Die SPD möge sich für die Schaffung eines Wahlarbeitszeitgesetzes einsetzen. Wahlarbeitszeit bedeutet, dass jede*r Beschäftigte eine individuelle Normalarbeitszeit zwischen 30 bis 40 Wochenstunden frei und ohne Angabe besonderer Gründe wählen kann. Die festgelegte Arbeitszeit ist in der Folge für einen Zeitraum von zwei Jahren verbindlich und kann nur im Einvernehmen beider Vertragsparteien geändert werden.

Begründung:

Eine zunehmende Ausdifferenzierung und Individualisierung von Lebensläufen und Arbeitswelt ist offensichtlich. Daraus ergeben sich – gerade für die Generation in der Lebensmitte – spürbar gestiegene Anforderungen und Wünsche an die zeitliche Verfügbarkeit am Arbeitsplatz, in der Familie, in der Partnerschaft oder bürgerschaftlichem Engagement. Progressive Politik sollte schlüssige Antworten auf diese Zeitkonflikte entwickeln und allen Beschäftigten mehr Zeitsouveränität ermöglichen. Ein Wahlarbeitszeitgesetz würde eine flexible und individuell gestaltbare Rahmenregelung darstellen, die die starren Vorgaben der bisherigen Normalarbeitszeit ersetzt.