N3 Werbethemen von Facebook demokratisieren

Wir fordern die SPD-Fraktion und die S&D Fraktion im Europäischen Parlament auf,
Facebook aufzufordern, Werbung zu verbieten, die auf undemokratischen Eingruppierungen basiert.
Über ihr Surfverhalten werden den Benutzer*innen in für sie „relevante“ Interessensgruppen von Facebook einsortiert, sodass Anzeigen spezifischer geschaltet werden können. Diese Werbethemen, wie zum Beispiel „Faschismus“ entsprechen nicht den freiheitlichen, demokratischen Werten der UN-Menschenrechtscharta oder dem Grundgesetz der BRD. Eine Eingruppierung der Nutzer*innen dieser Art führt dazu, dass sie sich immer weiter in ihrer Filterblase verlieren und keine alternativen Anzeigen zusehen bekommen. Wir müssen verhindern, dass Menschen bereits in der „Social-Media-Welt“ den Boden der Demokratie verlassen.

Begründung:

Facebook sammelt über die eigene Seite und über andere Tools und Apps Informationen über seine Nutzer*innen und erstellt so passende Werbeinteressen dieser. So kann für jede*n Nutzer*in spezifisch Werbung geschaltet werden, wenn sie oder er sich bei Facebook oder allgemein im Internet bewegt. Diese Werbethemen variieren von Musikbands, Städten bis zu politischen Interessen oder allgemeinen Weltanschauungen. So ist es auch möglich zum Beispiel „Faschismus“ oder „Rechtsextremismus“ als Interesse zugeschrieben zu bekommen. So wird im Laufe der Zeit ein Interessensprofil der/des Nutzer*in erstellt und spezifische Anzeigen zu diesen Themen auf der Timeline oder auf mit Facebook verlinkten Seiten im Internet angezeigt. Entsprechende Anzeigen können auch klar verfassungswidrigen Inhalts sein und gehören allein deshalb schon von Facebook gelöscht und verboten. Es besteht zudem die Gefahr, dass der/die Nutzer*in durch sein*e Werbeinteressen immer weiter in eine zum Beispiel rechts Filterblase gedrängt wird und so auch keine gesicherten Information mehr in seiner Sozial Media Blase angezeigt bekommt. Umso wichtiger ist bereits am Anfang einzugreifen und es Facebook klar zu verbieten Werbethemen über ihre Benutzer*innen zu speichern, die nicht mit der UN-Menschenrechtscharta, EU-Recht oder dem Grundgesetzt der BRD vereinbar sind.