U15 Wölfe abknallen? – Nein danke! Aktiven Wolfsschutz durchsetzen!

Viele Jahre war der Wolf hier in Deutschland ausgestorben. Wir mussten uns gar nicht mit dem Gedanken an ein Leben mit dem Wolf auseinandersetzen, weil höchstens ein Wolf auf der Durchreise, ein sogenannter Fernwolf, durch unser Land gezogen ist. Seit im Jahr 2000 erstmals im sächsischen Teil der Lausitz wieder eine Welpenaufzucht gelang, ist die Wolfspopulation hier im Land stetig gestiegen. Mit steigender Wolfspopulation ist auch die Debatte um den Wolf und das Leben mit dem Wolf aufgekommen. Weidetierhalter*innen, NaBu, Politiker*innen, Bürger*innen, allesamt führen eine angeregte oft emotionale Debatte, die zeigt, dass beim Thema Wolf die Sachlichkeit verloren gegangen ist. Wir haben einfach verlernt mit dem Wolf zu leben, auch weil wir es nie mussten. Dabei ist die Rückkehr des Wolfes durchaus ein Zeichen für ein sich erholendes Ökosystem. Durch den natürlichen Fressfeind Wolf werden andere Wildarten automatisch in ihrer Ausbreitung beschränkt und es führt zu einer natürlichen Selektierung, die für die Natur besser ist, als die Selektierung durch Jäger*innen.

 

Daher fordern wir:

 

  1. Ein bundesweit einheitlich agierendes Wolfsmanagement! – Wölfe legen mehrere hundert Kilometer im Monat zurück. Daher ist es wichtig bundesweit einheitlich zu agieren und gleiche Regelungen zu schaffen.

 

  1. Bessere Bedingungen für Weidetierhalter*innen! – Weidetierhalter*innen dürfen mit ihren Ängsten und Sorgen nicht alleine gelassen werden und müssen über entsprechende bundesweit einheitliche Prämien z.B. zum besseren Abzäunen ihrer Flächen verfügen können.

 

  1. Förderung der Ausbildung und Haltung von Herdenschutztieren! – Die Ausbildung von Herdenschutzhunden, bzw. an der Küste auch von Herdenschutzeseln muss staatlich finanziert werden. Weiterhin muss eine Beteiligung an den laufenden Kosten von Herdenschutztieren erfolgen.

 

  1. Bessere Aufklärung für die Bevölkerung! – Wir müssen lernen mit dem Wolf zu leben. Bereits in der Schule muss das Thema Wolf bereits frühzeitig bundesweit in den Sachkunde- bzw. Biologieunterricht aufgenommen werden, sodass bei zukünftigen Generationen Ängste gar nicht erst entstehen. Parallel sollten bundesweit Bürger*innendialoge stattfinden, die eine einheitlichen Grundlage haben, um Ängste in der Bevölkerung abzubauen.

 

  1. Wolfsberatungsstellen schaffen! – Diese Wolfsberatungsstellen müssen Anlaufstellen für Weidetierhalter sein, bei Anträgen bzgl. Prämien, Herdenschutztieren, etc. weiterhelfen, aber auch verantwortlich sein für die Aufklärung der Bevölkerung. Hier können auch die Wolfrissbegutachter*innen angesiedelt werden, sodass eine Anlaufstelle zum Thema „Wolf“ installiert wird.