J2 Wohnungslosigkeit bei Kindern und Jugendlichen?- Nicht mit uns!

Status:
(noch) nicht behandelt

Die Umstände auf der Straße sind grausam. Gerade Kinder und junge Erwachsene müssen vor einer Langzeitobdachlosigkeit beschützt werden. Sie müssen unverzüglich von der Straße genommen und wieder eingegliedert werden. Wir fordern, dass Kinder und junge Erwachsene unverzüglich dem Jugendamt gemeldet werden und somit eine schnelle Vermittlung in Wiedereingliederungsmaßnahmen oder in die Herkunftsfamilie garantiert werden kann.

Um die genauen Ursachen für Wohnungslosigkeit feststellen zu können, fordern wir eine bundesweit einheitliche Obdach- und Wohnungslosenstatistik.

Wir fordern den Parteivorstand auf, ein Konzept zur Unterstützung der Kommunen durch Land oder Bund zu entwerfen, damit Kinderobdachlosigkeit effektiv bekämpft werden kann!

Begründung:

Die Obdachlosigkeit hat in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Derzeit verbringen geschätzt 400.000 Menschen ihren Alltag ohne Wohnung. Unter diesen befinden sich laut dem deutschen Jugendinstitut auch etwa 37.000 junge Menschen unter 18 Jahren, Tendenz steigend. Die Gründe für Obdachlosigkeit sind vielseitig. Genauso vielseitig müssen daher die Lösungen sein.

Viele Kinder sind sogenannte Sofa-Hopper, sie wechseln von einer Übernachtungsmöglichkeit zur nächsten. Dadurch entsteht eine verdeckte Obdachlosigkeit. Jugendliche im Alter von 16 bis 19 sind meist schwer mit Hilfsangeboten zu erreichen.  Durch psychische Belastungen im Alltag flüchten sie sich oftmals aus der Familie und tauchen dadurch unter.

Jeden Winter frieren immer noch Hunderttausende Menschen und sind auf das Engagement Freiwilliger, Organisationen oder Kommunen angewiesen.

Doch Obdachlosigkeit sollte nicht nur ein kommunales Thema sein.  Bundesweit gibt es zum momentanen Stand nur eine Organisation, welche sich auf Kinderobdachlosigkeit spezialisiert. Oftmals finanzieren sich solche durch Spenden.

Gerade in Großstädten sind die Angebote für Übernachtungen noch weit ausbaufähig.  Es entstehen Kämpfe um Angebote, welche beispielsweise einfach durch Bereitstellen von mehr Schlafplätze verhindert werden könnten.

Wohnraum ist Menschenrecht. Wohnungs- oder Obdachlosigkeit sind Phänomene, welche gesamtgesellschaftlich angegangen werden müssen.

 

 

Quellen: https://noizz.de/wissen/obdachlose-kinder-ein-experte-erklart-wie-sie-in-deutschland-leben/vxxplvr

https://www.br.de/kinder/obdachlos-armut-leben-strasse-100.html

Quelle – Zahl der Wohnungslosen: https://www.bagw.de/de/themen/zahl_der_wohnungslosen/index.html